Unser Sohn ist nicht verheiratet, sondern er lebt mit seiner Frau seit vielen Jahren in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft. Wir haben eine Enkeltochter, die jetzt 5 Jahre alt ist und nicht den Familiennamen unseres Sohnes trägt, sondern den ihrer Mutter. Das Sorgerecht haben beide, mein Sohn und seine Frau.
Jetzt bekommen wir ein zweites Enkelkind, das wohl wieder den Famliennamen der Mutter tragen wird, also sind wir weiterhin “nichteheliche” Großeltern und fragen uns, warum unser Sohn und seine Frau partout nicht heiraten wollen.
Nun wissen wir auch, dass in Deutschland immer mehr Kinder nichtehelich geboren werden (fast 30%). Zum Glück sind die Zeiten “wilder Ehen” vorbei und der Kinder wegen “muß” man heutzutage nicht mehr heiraten. Da möchten wir nicht mißverstanden werden. Auch die Rechte nichtehelicher Kinder sind gestärkt worden, sie werden wie ehelich geborene behandelt. Die nichteheliche Lebensgemeinschaft ist der “Ehe” allerdings nicht gleichgestellt, nur in den “Pflichten”, nicht in den “Rechten”.
Wenn unser Sohn und seine Fau nicht heiraten wollen, was könnte wohl dahinter stecken? Eine schnelle Trennung ist jedenfalls auch in einer nichtehelichen Lebensform kompliziert und mit zwei kleinen Kindern schon sowieso fast unmöglich.
Wir wären einfach gerne “eheliche” Großeltern, weil wir finden, dass eine Ehe allen Beteiligten mehr Zusammenhalt und damit auch mehr Sicherheit gibt, vielleicht auch mit einem gemeinsamen Familiennamen?
Ob wir unseren Sohn nach den Gründen fragen können?