Vor wenigen Tagen verbreitete sich eine Geschichte im Internet, die Mut macht.  Erich Flügge hat folgendes über Twitter gepostet: “BAM! Meine Bahncard 100 hat meine Oma vorm Enkeltrick gerettet. Als der Typ sagte “mein Auto ist kaputt, ich brauch dringend Hilfe” antwortete meine über 90jährige Oma souverän: “So! Und Sie sind nicht mein Enkel. Der fährt Zug!” RICHTIG. Ich fahr DB Bahn”. Hier ein paar Tricks, wie man Betrüger schnell entlarvt und nicht auf den Enkeltrick hereinfällt.  Zusammengestellt wurde die Liste von der  Pressestelle der Debeka Versicherungsgruppe.

Masche: „Hallo, hier spricht die Polizei“

Ob am Telefon oder an der Haustür, ist das immer noch ein beliebter Trick, um Menschen hinters Licht zu führen. Gerade auch, wenn im Display des Telefons die Nummer 110 aufleuchtet oder ein Dienstausweis vorgezeigt wird. Der vermeintliche Polizeibeamte warnt vor einer Diebesbande in der Gegend und will sämtliche Wertgegenstände und Bargeld in Sicherheit bringen.
Rat: Unter der Notrufnummer 110 kann man nur selbst anrufen, aber nicht angerufen werden. Außerdem würde die Polizei niemals nach Geld fragen. Wer also einen vermeintlichen Polizisten am Apparat oder an der Haustür hat, sollte sofort die richtige Polizei benachrichtigen.

Masche: „Sie haben gewonnen“
Wer freut sich nicht, der Gewinner zu sein?! Hier gibt es die unterschiedlichsten Varianten in veränderten Szenarien, aber die Methode ist immer gleich: per Post, Telefon oder E-Mail erhält man die Nachricht, dass man gewonnen hat. Den eigentlichen Gewinn gibt es aber erst nach einer Gegenleistung, zum Beispiel Gebühren bezahlen oder kostenpflichtige Telefonnummern anrufen.
Rat: Wer an keiner Lotterie teilgenommen hat, kann nichts gewinnen. Und erst recht nicht, nach Zahlung einer Gebühr oder Rückruf gebührenpflichtiger Sondernummern mit Vorwahlen wie 0900…, 0180… oder 0137.

Masche: Rentenversicherung
Trickbetrüger geben sich als Mitarbeiter oder Anwalt der Deutschen Rentenversicherung aus, um an das Geld oder die persönlichen Daten von Versicherten und Rentnern zu gelangen. Per Telefon, Brief, E-Mail oder direkt an der Haustür erhält das Opfer die Info, dass die Rentenzahlung gestoppt, gekürzt oder gepfändet wird, wenn nicht schnellstmöglich eine gewisse Summe an ein bestimmtes Konto gezahlt wird.
Rat: Auf keinen Fall persönliche Daten an Fremde rausgeben! Lieber kritisch nachfragen und sich noch einmal persönlich bei der Deutschen Rentenversicherung vergewissern, ob Brief oder Mitarbeiter und die darin enthaltenen Forderungen richtig sind.

Masche: Enkeltrick oder „Rate mal, wer hier spricht…“
Der Enkeltrick gilt als trauriger Klassiker des Trickbetrugs. „Rate mal, wer hier spricht…“ tönt es am anderen Ende der Leitung. Da denkt sich sicherlich keiner etwas Böses, schließlich könnte es ja wirklich das Enkelchen sein. Und dann schildert das Kind auch noch eine finanzielle Notlage. Meist geht es um einen größeren Geldbetrag, den der „Enkel“ sofort braucht. Abgeholt wird die Summe von einer „absolut vertrauenswürdigen Person“. Und zur Not begleitet die noch bis zur Bank.
Rat: Bevor man sich tatsächlich auf die Hilfe einlässt, sollte man auflegen und den Enkel unter der bekannten Telefon-Nummer zurückrufen.

Masche: Der Haustür-Trick
Sie lauern schon an der Haustür und man sieht es den Tätern nicht an. Mal bitten sie um Hilfe oder eine Gefälligkeit, fragen nach Wasser, etwas zum Schreiben oder wollen die Toilette oder das Telefon benutzen. Mal geben sich die Täter als Amtsperson oder Mitarbeiter der Hausverwaltung aus oder täuschen vor, ein entfernter Verwandter oder ehemaliger Nachbar zu sein. Auch Spenden an der Haustür oder Abonnements sollte man kritisch begegnen.
Rat: Es ist nicht unhöflich, jemanden vor der geschlossenen Tür warten zu lassen, während man sich vergewissert, ob er wirklich von der Firma oder der Behörde geschickt wurde. Hilfreich ist es, einen guten Kontakt zu den Nachbarn zu pflegen und diese gegebenenfalls als Vertrauenspersonen hinzuzuziehen. Wer sich unsicher ist und das Gefühl hat, Opfer einer Straftat zu werden, ruft besser direkt die Polizei.

Absicherung
Wird man Opfer eines Trickbetrugs, ist das Vertrauen in andere Menschen zutiefst erschüttert. Bei vielen ist die Scham so groß, dass sie sich nicht an die Polizei wenden. Dabei könnten genau dadurch weitere Straftaten verhindert werden. Hinzu kommt der materielle Schaden. Wer einen Dieb in gutem Glauben Geld aushändigt oder in die Wohnung lässt, bekommt den Verlust von der Versicherung meist nicht ersetzt. In den aktuellen Tarifen der Debeka-Hausratversicherung kann der Trickdiebstahl allerdings eingeschlossen werden. Geleistet wird, wenn man vom Täter getäuscht wurde, damit dieser in die Wohnung gelangen und dort versicherte Sachen entwenden konnte. Wichtig ist, dass der Diebstahl unverzüglich gemeldet wird – sowohl der Polizei als auch der Versicherung.

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