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Wenn es zu Hause nicht mehr geht

Heute leben in Deutschland etwa 1,3 Millionen Menschen mit Demenz-erkrankungen. Die Broschüre „Mit Demenz im Pflegeheim“ gibt zahlreiche Informationen und Tipps, wie Angehörige dazu beitragen können, dem Betreffenden ein möglichst gutes Leben im Heim zu ermöglichen.

 

An Alzheimer Erkrankte müssen gefordert werden. foto: epd
An Alzheimer Erkrankte müssen gefordert werden. foto: epd

Die Broschüre „Mit Demenz im Pflegeheim“ der Deutschen Alzheimer Gesellschaft gibt nicht viele Tipps und Informationen. Sie gibt auch einen Überblick über sehr  unterschiedliche Wohnformen für Menschen mit Demenz. Der Ratgeber kann bei der DAlzG zu einem Preis von 4 € erworben werden.
Wenn eine Demenzerkrankung voranschreitet und Angehörige mit der Pflege überlastet sind, stellt sich die Frage nach Alternativen zum Leben zu Hause. Den Umzug ins Pflegeheim scheuen allerdings viele. Die neue Broschüre „Mit Demenz im Pflegeheim“ der Deutschen Alzheimer Gesellschaft möchte dazu ermutigen und dabei helfen, ein gutes und individuell passendes Heim zu finden. Sie gibt zahlreiche Informationen und Tipps, wie Angehörige dazu beitragen können, dem Betreffenden ein möglichst gutes Leben im Heim zu ermöglichen.
Die Broschüre gibt einen Überblick über unterschiedliche Wohnformen, auch über die in den letzten Jahren vermehrt gegründeten ambulant betreuten Wohnge­meinschaften für Menschen mit Demenz. Pflegeheime sind allerdings immer noch die weitaus häufigste Form des Wohnens außerhalb privater Haushalte. So gibt es in Deutsch­land 12.400 Pflege­heime, die 723.000 Bewohner betreuen, von denen zwei Drittel von einer Demenz­erkrankung betroffen sind. „Es ist ungerecht, wenn vom ‚Abschieben ins Heim’ gesprochen wird. Vielfach ist das Leben im Heim für Menschen mit Demenz, wie auch für ihre Angehörigen die beste Lösung. Wir setzen uns dafür ein, dass die Heime sich noch stärker auf die demenzkranken Bewohner einstellen“, sagte Heike von Lützau-Hohlbein, 1. Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft.
Bei einem oft schwer überschaubaren Angebot an Heimen und Pflegezentren gilt es jeweils zu überlegen, welches Haus individuell richtig ist. Die Broschüre gibt Hilfen bei der Suche nach dem passen­den Heim, nennt auch entsprechende Internetportale und die zuständigen Beratungsstellen. Sie gibt Hinweise, worauf bei einer Besichtigung geachtet werden sollte, und zeigt welche Möglichkeiten es für Angehörige gibt, auch nach dem Einzug dafür zu sorgen, dass sich der Betreffende im Heim wohlfühlen kann.
Schließlich informiert die Broschüre über die Kosten eines Heimplatzes, die Finanzierung, speziell durch die Pflegeversicherung, und worauf es beim Heimvertrag ankommt.
Die Erarbeitung dieser Broschüre wurde durch einen Beirat aus Angehörigen, Heimleitern, Beratern unterstützt.
Die Broschüre:
Deutsche Alzheimer Gesellschaft (Hrsg.): Mit Demenz im Pflege­heim. Ratgeber für Angehörige von Menschen mit Demenz. Praxisreihe der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, Band 14, 1. Auflage 2014, 96 Seiten, 4 Euro.
Kontakt
Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz Friedrichstraße 236, 10969 Berlin Tel. 030 / 259 37 95 – 0, Fax: 030 / 259 37 95-29 E-Mail: info@deutsche-alzheimer.de, Internet: www.deutsche-alzheimer.de
Text:

Eine Antwort

  1. Eine Broschüre ist zwar hilfreich für den ersten Überblick. Aber dann kommt es auf die Heimleitung an. Und noch viel mehr auf die Stationsleitung. Man sollte immer fragen, ob dort speziell ausgebildete Fachkräfte arbeiten, die den Umgang mit Demenzkranken gelernt haben.
    Sonst kann es böse Überraschungen geben.

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