Falle

Der Anhang dieser E-Mail sollte nicht geöffnet werden!

Es gibt genügend Handys, die nicht MMS-fähig sind. Das heißt, man kann mit diesen Geräten keine Bildnachrichten empfangen, die einem ein anderer geschickt hat. Doch gehen diese Fotos auch nicht verloren: Stattdessen erhält man eine SMS seines Netzbetreibers mit einem Link, unter dem man im Internet das Foto aufrufen und einsehen kann. Betrüger machen sich mit einer dreisten Masche den Umstand zunutze, dass es für so manchen Handybesitzer gar nicht ungewöhnlich ist, eine Benachrichtigung über eine Bildmitteilung zu bekommen.
Die betrügerischen Nachrichten kommen nicht über eine SMS, sondern per E-Mail. Der Absender dieser Mails ist allerdings gefälscht – mal handelt es sich um eine Vodafone-Adresse, mal um eine von T-Mobile. So auch in der E-Mail, die jüngst die Sechs-und-Sechzig-Redaktion erreichte: Hier lautete der Absender alles@mms.t-mobile.de. In dieser E-Mail mit dem betrügerischen Betreff „Mobilfunk-MMS erhalten haben“ wird eine Mobilfunknummer genannt, die suggerieren soll, Absender dieser angeblichen Bildnachricht zu sein. Auch ein sechsstelliges Passwort war beigefügt, das der E-Mail und dem MMS-Prozedere wohl eine besondere Seriosität vorgaukeln soll. Im Anhang der E-Mail befindet sich außerdem eine Zip-Datei, in anderen Fällen auch eine Datei mit der Endung jpg.exe. Würde man die angehängte Datei öffnen, kann sich auf dem Rechner ungehindert ein Schadprogramm installieren.
Diverse Internetforen weisen darauf hin, dass MMS-Benachrichtigungen in der Regel eben nicht per E-Mail ankommen, sondern per SMS auf dem Handy. Dann können Handynutzer, je nach Anbieter, zum Beispiel www.mms.t-mobile.de oder mms.eplus.de aufrufen, ihre Rufnummer mit einem per SMS übermittelten Passwort eingeben und so das geschickte Bild aufrufen.