Sieht aus wie eine Rechnung, ist aber nur ein Angebot - und manche Unternehmen bezahlen es sogar. Foto: G-Data

Sieht aus wie eine Rechnung, ist aber nur ein Angebot – und manche Unternehmen bezahlen es sogar. Foto: G-Data

Spam-Post muss nicht immer via E-Mail ins Haus flattern. Manche Betrüger bedienen sich lieber wieder der alten Schule und verschicken ihre unerwünschten Nachrichten per traditioneller Briefpost. Das erleben in den letzten Monaten auch viele kleine und große Unternehmen. Auf dem Postweg erhalten sie Rechnungen für die angebliche Online-Verbreitung ihrer Unternehmensmeldung.
Der vermeintliche Dienstleister nennt sich „Silence Media Network“ und druckt in seinen Schreiben Auszüge aus von den Unternehmen wirklich verschickten Pressemitteilungen ab. Diese Pressemitteilungen hätte der Dienstleister angeblich werbewirksam verbreitet. Für diese „Leistung“ verlangt er von den Unternehmen Summen von 580 oder 1.890 Euro.
In Wirklichkeit sind diese Rechnungen aber nur Angebote – das erkennt man allerdings erst, wenn man sich in das Kleingedruckte hineinkniet. Äußerlich sind die „Spam-Briefe“ professionell gestaltet, sind persönlich an den Empfänger adressiert und beinhalten eine Bearbeitungsnummer für Rückfragen. Die Kontaktdaten und Ausschnitte der Pressemitteilungen haben sich die Betrüger jedoch von frei zugänglichen Presse-Portalen kopiert.