vignette_mielenzWenn Kinder nicht ins Bett gehen wollen und “noch gar nicht müde sind” oder wenn sie schon im Bett sind, aber nicht schlafen wollen, dann erfinden sie tausend Gründe, die sie davon abhalten … und das kann für Eltern und Großeltern ganz schön nervig werden.
Als unsere 4-jährige Enkeltochter eine Woche lang bei uns übernachtet hat, haben wir fast jeden Abend ein ziemliches Spektakel gehabt. Noch ein wenig spielen, die Lieblings-CD hören und vorlesen überzeugten sie, ins Bett zu gehen. Aber dann: Erst hatte sie Durst, dann mußte sie nochmal, dann war es zu dunkel im Zimmer, dann hatte sie Bauchweh, als nächstes war ihr kalt, schließlich kam noch Omas Bett in Frage. In den Ausreden war unsere Enkeltochter überaus erfinderisch, jeden Abend fand ein kleiner Machtkampf statt, in dem sie die Grenzen austestete.
Tatsächlich hatten wir Großeltern auch Sorge, dass sie nicht genügend Schlaf bekommt und dass das nicht ohne Folgen bleibt. Nun gibt es ja eine Reihe von Regeln, die beim Zubettgehen der Kinder beachtet werden sollten. Dazu gehört vor allem, dass Kinder am Tag genügend Bewegung gehabt haben sollten, damit sie wirklich müde sind, keine aufregenden, phantasievollen Geschichten vor dem Schlafengehen, keine schwierigen Dinge besprechen und einen klar strukturierten Tagesablauf einhalten. Manche Ratgeber sagen, dass die Kinder selbst entscheiden sollen, wann sie zu Bett gehen. Das allerdings wollten wir nicht ausprobieren.
Das Ende vom Lied: Ich habe mich zu meiner Enkeltochter in mein Bett gelegt und gewartet, bis sie eingeschlafen ist. Vielleicht bin ja auch ich eher eingeschlafen, jedenfalls war ich in dieser Woche am Morgen super ausgeschlafen!