Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) nahm jüngst den „Tag der Generationen“ zum Anlass, auf diese Benachteiligung älterer Frauen hinzuweisen. „Das können wir nicht akzeptieren“, sagt die ehemalige Bundesfamilienministerin Prof. Dr. Ursula Lehr, die zugleich Vorsitzende ist. Die BAGSO vertritt die Interessen ihrer über 110 Mitgliedsverbände und somit rund 13 Millionen ältere Menschen. „Viele dieser älteren Frauen haben ihre Kinder großgezogen in Zeiten, in denen es weder Kindergeld noch Erziehungsurlaub, weder BAföG noch Azubigehalt gab. Sie haben darauf verzichtet, berufstätig zu sein, oder ihre Erwerbstätigkeit unterbrochen, auch weil die Kinderbetreuungsangebote früher wesentlich schlechter waren. Dadurch haben sie geringere Rentenansprüche erworben. Die BAGSO fordert die Aufhebung dieser Ungleichbehandlung“, erklärt Ursula Lehr.
Allerdings lehnen sowohl die FDP als Koalitionspartner der CDU als auch Arbeitgeber und Gewerkschaften den Plan ab. Der Wunsch der BAGSO wird also auf jeden Fall bis zur Bundestagswahl, vermutlich aber auch danach ein frommer Wunsch bleiben. Wer sich für die Besserstellung älterer Mütter einsetzen will, kann das aber in einer Offenen Petition tun.