
Vor Jahren hatten wir als Eltern die gleiche Situation: Wir waren „Laubenpieper“ an unserem früheren Wohnort und haben uns erst einmal sehr gefreut, dass wir mit unseren Kindern draußen im Grünen waren und viel Natur um uns herum hatten, die wir auch noch gestalten konnten. Aber mit der Zeit ließ das Interesse unserer Kinder am Garten nach. Es war für sie einfach nicht mehr spannend, wenn im Garten dauernd was gemacht werden mußte: Unkraut jäten, Rasen mähen, an heißen Tagen permanent gießen, dann auch noch Obst ernten (und verarbeiten)und was sonst noch so an Arbeiten anfiel. Irgendwann hatten sie keine Lust mehr, „in den Garten zu gehen“. Und eigentlich, wenn ich es mir recht überlege, wir Eltern auch nicht, denn von Frühjahr bis Herbst hat der Garten (neben dem Beruf)unser Leben bestimmt – zehn Jahre lang. Ein Schrebergarten macht eben nicht nur Vergnügen.
Als Großeltern haben wir unsere Kinder vor diesen Entwicklungen gewarnt. Jetzt, da alles eigentlich so schön sein könnte, mag niemand mehr die Arbeit machen, hat keiner mehr für den Garten Zeit und unsere Enkelkinder finden den Schrebergarten nur noch „piefig“.
Allerdings abgeben, will den Garten auch keiner. Und so sollen es wieder wir, die Großeltern, sein, die ihre Zeit im und mit dem Garten verbringen? Nein, danke!




