Unter dieser Überschrift fand ich im Nürnberger Sonntagsblitz vom 25.3.2012 einen Artikel über Homosexualität der Enkelkinder und ihre Probleme, mit den Eltern und Verwandten, insbesondere aber mit den Großeltern damit umzugehen, auch wenn sie selbstbewußt zu ihrem Lebenstil stehen. Wenn es oftmals schon mit den Eltern schwierig ist, fürchten sie, dass die Großeltern ihre Homosexualität nicht verkraften würden.
Die Expertin Gudrun Held vom Bundesverband der Eltern, Freunde und Angehörigen von Homosexuellen (BEFAH) meint allerdings, dass Großeltern, weil sie “weiter weg sind”, meist weniger Probleme mit der Homosexualität ihrer Enkelkinder hätten als die Eltern der Enkelkinder. “Es betrifft sie nicht so sehr”. Andererseits neigen Großeltern aber auch dazu, das Thema schnell wieder zu verdrängen, denn darüber wird dann einfach nicht mehr gesprochen.
Die Folge: Der Enkelsohn/die Enkeltochter “dürfen” oder können ihre jeweilgen Partner nicht zu Besuchen mitbringen. Gudrun Held empfiehlt Großeltern daher, sich falsche Vorstellungen oder Vorurteile einzugestehen und offen mit der Situation umzugehen. Rat und Tipps zum Thema bietet der BEFAH (www.befah.de), aber auch andere Homosexuellen-Organisationen vor allem in den größeren Städten.
Den Enkelkindern zuliebe sollten Großeltern diese Möglichkeiten nutzen.