In einem Artikel über ein liebevoll gestaltetes Hotel fande ich eine bemerkenswerte Passage. Der Autor kritisierte die kleine Beschriftung des Wasserhahns in der Dusche. Er leide an beginnender Altersweitsichtigkeit und hatte Angst, sich zu verbrühen. Daher holte er seine Lesebrille und duschte mit ihr.
Das ist für mich bezeichnet für die Gedankenlosigkeit, mit der man dem demografischen Wandel begegnet. Das Hotel ist von Komfort, Ausgestaltung und Preisklasse bestimmt für ältere Menschen, vorwiegend Senioren gedacht, die eine persönliche Atmosphäre zu schätzen wissen.
Aber die Tücke liegt im Detail und deswegen sollte Symbole wie am Wasserhahn immer deutlich zu sehen sein. Rot und Blau sind doch gut zu sehen. Da gibt es bestimmt gute Beispiele oder? Der Brille hat die Dusche übrigens nicht geschadet.
2 Antworten
Über Duschen in Hotels habe ich mich schon sehr oft geärgert und jede Menge Erfahrungen. Manche Duschen bestehen nur aus („fortschrittlichem“?) Design, ohne vorheriges Studium kann man sie nicht benutzen. Da ist eine Brille wirklch angebracht. Ich weiß nicht, wie oft ich schon mit nassem Kopf in der Dusche stand, weil das Wasser nicht aus dem beweglichen Teil, sondern aus dem „Deckenfluter“ kam. Unangenehm sind auch Badewannen mit Dusche. Beim Einstellen der Temperatur am Wasserhahn, bin ich schon manches Mal völlig nass geworden. Und ganz schlimm sind Duschen, die keine Handbrause haben. Also, ein großes Thema, zu dem bestimmt viele was beitragen können.
Wenn die Dusche auch der Brille nicht schadet, dann fällt die Brille in der Dusche runter und zerbricht und das Blut der Zehe zerrinnt im Wasser der Duschwanne. Beim Anblick schwinden die Sinne.
(Der kurze, abgeschlossene Krimi, nur wegen einer viel zu kleinen Aufschrift!) Großes Denken – große Schrift!