Unsere Enkeltochter ist 5 Jahre alt und geht seit ihrem dritten Lebensjahr in den Kindergarten. Seither ist sie oft erkältet und bringt auch Kinderkrankheiten nach Hause. Kürzlich hat sie sich mit “Windpocken” angesteckt, ihre Haut hatte plötzlich am ganzen Körper rote stark juckende Pusteln. Eine typische Kinderkrankheit, die zumeist harmlos verläuft – wie man sagt.
Unsere Tochter konnte ein paar Tage zu Hause bleiben, danach sollte ich die Betreuung unserer Enkeltochter übernehmen, denn ganz gesund war sie noch nicht.
Mein Mann hat als Kind keine Windpocken gehabt und dagegen geimpft ist er auch nicht. Er hatte deshalb große Angst, sich durch mich mit Windpocken anzustecken. Also habe ich nicht die Betreuung unserer Enkeltochter übernommen und unsere Tochter mußte noch ein paar Urlaubstage opfern. Sie kann uns (und insbesondere mich) nicht verstehen und meint, wir stellen uns mit unserer Ängstlichkeit vor ansteckenden (Kinder-)Krankheiten ziemlich an und hätten sie unterstützen müssen.
Aber die Gesundheit meines Mannes ist doch auch wichtig, zumal Windpocken im (älteren) Erwachsenenalter schimme Folgen haben können. Oder war es doch falsch, meiner Tochter nicht zu helfen?