1,8 Mio Schülerinnen und Schüler in Bayern haben vergangenes Wochenende Zwischenzeugnisse bekommen – und mein 11-jähriger Enkelsohn war dabei. Auch er hat nach einem halben Jahr auf dem Gymnasium sein Zwischenzeugnis erhalten und wir waren wahrscheinlich genauso gespannt wie er, wie dies wohl ausfallen wird. So ein Wechsel von der Grundschule zum Gymnasium ist ja schließlich gar nicht so einfach. Kurzum: Er und wir (Eltern und Großeltern) waren mit dem Zeugnis recht zufrieden- keine Glanzleistung, aber auch noch nicht so, dass Nachhilfe nötig wäre. Aber es gibt einen richtigen, vielleicht sogar ärgerlichen “Schönheitsfehler” auf dem Zeugnis. Ausgerechnet in Sport hat mein Enkelsohn sich ein “ausreichend” eingefangen, obwohl er überaus sportlich ist. Er spielt Fußball, kann schwimmen, Skifahren und Tennis spielen, er hat ein richtiges Bike und ein Skateboard, das er mit einigen Kunststücken fast artistisch beherrscht. Wie kann es nur zu einer solchen Zensur auf seinem Zeugnis kommen? Unser Enkelson sagt, dass der Sportlehrer ihn nicht leiden könne – wie übrigens noch zwei andere Jungen aus seiner Klasse. Nein, frech war er nicht, nur einmal hat er sich doch sehr geärgert, dass er beim Fußball auf der Bank hat sitzen müssen. Jetzt sind wir, meine Tochter und ich, unsicher, ob es Sinn macht,  mit dem Sportlehrer zu reden oder ob wir erst die Klassenlehrerin fragen, wie sie die Situation einschätzt? Oder sollten wir das nächste halbe Schuljahr einfach mal abwarten?