Ob mit der Digitalkamera oder dem Smartphone, das Fotografieren ist für viele Menschen ein sehr beliebtes Hobby. Da Fotos heutzutage fast ausnahmslos digital aufgenommen werden, wird der Computer oft zum Speicherort für hunderte oder gar tausende Bilder.
Die Windows-Fotoanzeige (auch unter dem Namen „Microsoft Fotos“ bekannt) ist als Programm bereits in Windows enthalten. Sie ist vor allem dafür gedacht, Fotos bequem anzusehen. Doch die Windows-Fotoanzeige kann noch deutlich mehr: Sie hilft beim Durchsuchen der eigenen Bildersammlung, ermöglicht einfache Bearbeitungen, bietet eine Dia-Schau und kann sogar Bilder von einer Kamera oder Speicherkarte auf den Computer übertragen. Dazu haben wir auch zwei neue Filme für Sie erstellt.
Was macht die Windows-Fotoanzeige?
Die wichtigste Aufgabe steckt bereits im Namen: Mit der Windows-Fotoanzeige können Sie Bilder anzeigen und betrachten. Wenn Sie beispielsweise im Datei-Explorer ein Foto mit einem Doppelklick öffnen, wird es normalerweise in der Windows-Fotoanzeige dargestellt. Dort können Sie das Bild vergrößern und verkleinern und auch zum vorherigen oder nächsten Foto wechseln.
Die Windows-Fotoanzeige bietet darüber hinaus einige praktische Funktionen. Bilder lassen sich beispielsweise mit wenigen Mausklicks drehen und zuschneiden. Außerdem stehen verschiedene weitere Möglichkeiten zur einfachen Bildbearbeitung zur Verfügung. So können Sie unter anderem Helligkeit und Farben verändern oder Filter auf ein Bild anwenden. Für kleinere Korrekturen an einem Foto benötigt man daher häufig kein zusätzliches Bildbearbeitungsprogramm.
Welche Bilder werden in der Windows-Fotoanzeige angezeigt?
Hier gibt es eine Besonderheit, die man kennen sollte: Die Windows-Fotoanzeige zeigt in ihrer großen Übersicht nicht automatisch jedes einzelne Bild an, das irgendwo auf dem Computer gespeichert ist. Es kommt darauf an, in welchem Ordner sich das Bild befindet und ob dieser Ordner berücksichtigt wird. Standardmäßig sind das alle Bilder aus dem Windows-Bilderordner. Sie können aber weitere Ordner, die anderswo auf dem Computer gespeichert sind, hinzufügen, und die Windows-Fotoanzeige zeigt die darin enthaltenen Bilder anschließend gemeinsam an.
Der sogenannte Katalog zeigt dabei alle Bilder aus allen ausgewählten Bildern gemeinsam an. Zusätzlich können Sie jeden Bilder-Ordner Ihres Computers in der Windows Foto-Anzeige auch einzeln betrachten. Der Katalog ist also vor allem eine gemeinsame Übersicht über Bilder, die an verschiedenen Stellen gespeichert sein können. Je nach Einrichtung können außerdem Bilder aus OneDrive, dem Onlinespeicher von Microsoft, in der Windows-Fotoanzeige erscheinen.
Wichtig fürs Verständnis: Ihre Bilder sind nicht „in der Windows-Fotoanzeige“ gespeichert. Die Windows-Fotoanzeige stellt diese Bilder lediglich übersichtlich dar. Wenn Sie also wissen möchten, wo sich ein bestimmtes Bild tatsächlich auf Ihrem Computer befindet, ist der Datei-Explorer die richtige Anlaufstelle.
Bilder von einer Kamera auf den Computer übertragen
Eine besonders praktische Funktion ist das Importieren von Bildern. Schließen Sie beispielsweise eine Digitalkamera oder eine Speicherkarte an den Computer an, können Sie die darauf gespeicherten Fotos mithilfe der Windows-Fotoanzeige auf den Computer übertragen. Dafür gibt es in der Windows-Fotoanzeige die Funktion „Importieren“. Das Programm sucht auf dem angeschlossenen Gerät nach Bildern und zeigt diese anschließend an. Sie können auswählen, welche Fotos übernommen werden sollen und in welchem Ordner sie auf dem Computer gespeichert werden. Das ist häufig einfacher, als die Speicherkarte selbst im Datei-Explorer zu öffnen und dort nach dem richtigen Kameraordner zu suchen.
Windows-Fotoanzeige oder Datei-Explorer?
Die Windows-Fotoanzeige der Datei-Explorer können zwar beide mit Bildern umgehen, haben aber unterschiedliche Aufgaben. Der Datei-Explorer ist in erster Linie für die Verwaltung Ihrer Dateien und Ordner zuständig. Hier können Sie genau sehen, wo eine Bilddatei gespeichert ist. Sie können Ordner anlegen, Bilder kopieren, verschieben, umbenennen oder beispielsweise auf einen USB-Stick übertragen.
Die Windows-Fotoanzeige ist dagegen speziell auf Bilder ausgerichtet. Sie eignet sich besser zum Anschauen, Durchblättern und für kleinere Bearbeitungen.
Die Windows-Fotoanzeige ist vor allem dann praktisch, wenn Sie Ihre Bilder bequem betrachten möchten. Statt sich durch zahlreiche Ordner und Dateinamen zu arbeiten, können Sie Ihre Fotos als große Vorschaubilder sehen und durch Ihre Sammlung blättern. Auch für kleinere Arbeiten an einzelnen Bildern ist das Programm gut geeignet. Ein schiefes Foto drehen, einen störenden Rand abschneiden oder Helligkeit und Farben etwas korrigieren – für solche Aufgaben reicht die Windows-Fotoanzeige meistens vollkommen aus. Auch das Übertragen von Bildern einer Kamera oder Speicherkarte ist eine sehr nützliche Funktion.
Für eine umfangreiche Verwaltung von Dateien und Ordnern ist der Datei-Explorer jedoch die bessere Wahl. Wenn Sie beispielsweise für jedes Jahr und jeden Urlaub eigene Ordner anlegen, zahlreiche Bilder umbenennen oder Fotos zwischen verschiedenen Festplatten und USB-Sticks verschieben möchten, geht das mit dem normalen Datei-Explorer einfacher.
Hat man diesen Unterschied einmal verstanden, ergänzen sich beide Programme sehr gut: Mit dem Datei-Explorer sorgt man für Ordnung in den Ordnern und mit der Windows-Fotoanzeige kann man die darin gespeicherten Bilder betrachten und bearbeiten.
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