Das Smartphone und das Internet können in Krisensituationen eine große Hilfe sein, das zeigt das Geschehen rund um Corona und die verschiedenen Corona-Apps. Es gibt vor allem drei wichtige Apps im Zusammenhang mit Corona, die wir auf vielfachen Wunsch unserer Leserinnen und Leser heute noch einmal gegenüberstellen und vergleichen möchten. Es handelt sich dabei um die Corona-Warn-App, die CovPass-App und die luca-App.

1. Die Corona-Warn-App

Die Corona-Warn-App hilft uns festzustellen, ob wir in Kontakt mit einer infizierten Person geraten sind und ob daraus ein Ansteckungsrisiko entstehen kann. So können Infektionsketten schneller unterbrochen werden. Die App ist ein Angebot der Bundesregierung. Download und Nutzung der App sind vollkommen freiwillig. Infizierte Personen können in der App melden, dass sie erkrankt sind. Ist man einer solchen Person in den vergangenen Tagen begegnet, so warnt die App, dass ein Kontakt stattgefunden hat. Dies geschieht alles vollkommen anonym. Die Technik basiert dabei auf Bluetooth, einem Funknetz, das jedes Handy ausstrahlen kann. Vereinfacht gesagt: Kommt das eigene Handy mit dem Funknetz eines anderen Handys, das auch die Corona-Warn-App besitzt, in Kontakt, dann wird dieser Kontakt 14 Tage gespeichert. Sollte eine Corona-Infizierung erfolgen, werden alle Kontakte anonym informiert. Man kann kann dann einen Arzt aufsuchen oder sich in Quarantäne begeben.

Neuerdings ist es auch möglich, sich bei einer Veranstaltung “einzuchecken” – wie bei der unten erwähnten luca-App (die sogenannte “Event-Registrierung”). Auch ein Impfzertifikat kann als digitalen Nachweis in der App hinterlegt werden. Dieses kann dann unterwegs vorgezeigt werden, ohne dass man den gelben Impfpass dabei haben muss. Die Corona-Warn-App informiert außerdem über die aktuelle Corona-Lage wie die 7-Tage-Inzidenz oder den 7-Tage-R-Wert. Auch Testergebnisse können mittlerweile in der App hinterlegt werden. Einen ausführlichen Beitrag zur Funktionsweise der Corona-Warn-App finden Sie hier: levato.de/alles-wichtige-zur-corona-app/

2. Die CovPass-App

Die CovPass-App hat nur eine einzige Funktion: Sie dient als digitaler Impfnachweis. Nach erfolgreicher Impfung erhält man ein Zertifikat, das in der App gespeichert werden kann. Wenn Sie bereits die Corona-Warn-App verwenden, brauchen Sie die CovPass-App nicht unbedingt, denn diese Funktion zur Speicherung des Impfzertifikats wurde kürzlich auch zur Corona-Warn-App hinzugefügt. Das Impfzertifikat gibt es zum Beispiel als Papierausdruck im Impfzentrum, in Ihrer Arztpraxis oder in einer Apotheke. Darauf befindet sich ein QR-Code. Diesen Code können Sie mit der Corona-Warn-App oder der CovPass-App abscannen. Öffnen Sie die App und halten Sie den Sucher der Smartphone-Kamera über den QR-Code. Es muss kein Foto gemacht werden, sondern die App erkannt den QR-Code des Impfzertifikats und speichert das Zertifikat in der App ab. Der Nachweis für die Corona-Impfung ist damit auf das Smartphone geladen und dort sicher gespeichert. Den gelben Impfpass können Sie nun zuhause lassen, stattdessen zeigen Sie die App vor, wenn Sie irgendwo nachweisen müssen, dass Sie bereits gegen Corona geimpft wurden. Dies ist deutlich komfortabler und das Originalzertifikat kann zuhause liegen bleiben. In der CovPass-App können auch die Impfzertifikate mehrerer Personen hinterlegt werden. So können beispielsweise Ehepaare die App gemeinsam benutzen. Einen ausführlichen Beitrag zur der CovPass-App finden Sie hier: levato.de/der-digitale-impfpass/

3. Die luca-App

Die luca-App hilft bei der Kontaktnachverfolgung bei Veranstaltungen (im weiteren Sinne). Das ist vor allem dann nützlich, wenn man demnächst wieder ins Restaurant, Kino oder Theater geht und dort seine Kontaktdaten hinterlassen muss. Dies wird häufig per Zettel gelöst, auf dem man Name, Adresse und Zeitraum des Besuchs eintragen muss. Diesen Vorgang vereinfacht die luca-App. In der App sind die Adressdaten gespeichert, so dass man zukünftig nur noch mit der App “einchecken” muss. Das geht schneller und hat einen weiteren Vorteil: Veranstalter/innen und Betreiber/innen können die Daten nicht auslesen, nur das Gesundheitsamt kann die Kontakthistorie anfragen und entschlüsseln. Im Falle einer Coronainfektion an einem zuvor besuchten Ort wird man automatisch informiert, dass man auf einer Veranstaltung war, auf der auch Coronainfizierte waren. Auch bei der luca-App wird die Technik des QR-Codes genutzt. Durch das Scannen des QR-Codes “checkt” man bei Veranstaltungsorten ein, d.h. man gibt an, dass man diese Veranstaltung ab jetzt besucht. Nur das Gesundheitsamt kann den QR-Code entschlüsseln und Sie über einen möglichen Kontakt zu einer infizierten Person informieren. Nach spätestens vier Wochen werden die “Check-ins” wieder gelöscht. Einen ausführlichen Artikel zur luca-App finden Sie hier: levato.de/was-kann-die-luca-app/

Hinweis dazu:
Einige der Kritikpunkte, die im Beitrag genannt sind, wurden zwischenzeitlich gelöst, die App wurde also durch Updates weiter verbessert.

Fazit

Diese drei verschiedenen Apps helfen dabei, mit neuen Herausforderungen wie der Corona-Pandemie zurecht zu kommen. Alle drei Apps sind kostenlos und die Benutzung ist freiwillig. Sie sind im App Store (iPhone) und im Google Play Store (Android) zum Download erhältlich. Die Corona-Warn-App stammt von der Bundesregierung, die CovPass-App wurde vom Robert-Koch-Institut entwickelt und hinter der luca-App stecken die neXenio GmbH und einige Kulturschaffende, wie die bekannte Band „Die Fantastischen Vier“. Alle Apps nutzen die Technik des sogenannten QR-Codes, die Corona-Warn-App einige zusätzliche raffinierte Techniken (Stichwort Bluetooth), um die Kontaktverfolgung im Alltag zu gewährleisten. Bitte beachten Sie dabei, dass man mit den Apps den entsprechenden QR-Code scannen muss und kein Foto des QR-Code macht. Der QR-Code auf dem Impfnachweis kann nur mit der Corona-Warn-App oder der CovPass-App gescannt werden. Sie können dafür auch keine “normale” QR-Code-Scanner-App verwenden. Diese werden üblicherweise genutzt, um herkömmliche QR-Codes in Zeitschriften oder auf Plakaten zu scannen.

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