Wer kennt sie nicht, die imposanten Schulburgen in den Vorstädten Nürnbergs. Jetzt werden die Schulbauten der 1930er Jahre ins Blickfeld gerückt. Soeben ist eine Publikation über die Nürnberger Schulen aus dieser Zeit erschienen. Es werden jene fünf Schulen gezeigt, die in den herausfordernden Zeiten kurz vor und während des Zweiten Weltkrieges geplant und gebaut wurden.

Dabei handelt es sich um folgende Gebäude:

1. GS Buchenbühl, Kalchreuther Str. 130
2. GS Eibach, Fürreuthweg 95
3. GS Gebersdorf, Gebersdorfer Str. 175
4. GS Konrad-Groß, Oedenberger Str. 135
5. GS Georg-Holzbauer, Saarbrückener Str. 26

Zu sehen sind neben historischen Fotos auch Abbildungen damaliger Baupläne und amtlicher Dokumente. Die Autoren haben auf Dokumente des Nürnberger Stadtarchivs zurückgegriffen. Außerdem gibt es Auszüge aus verschiedenen Veröffentlichungen zur schulgeschichtlichen Entwicklung. Besondners eindrucksvoll sind die Bilder von den Turnhallen. Aber auf Details wurde geachtet. Deckengemälde, imposante Leuchten und Holzverkleidungen werden in Text und Abbildung gewürdigt.

Wer eine der fünf vorgestellten Schulen besucht hat, findet genügend Anschauungsmaterial, das Erinnerungen weckt. Teilweise stehen die Gebäude unter Denkmalschutz. Auch wenn diese Epoche nicht ganz so prägend für die Nürnberger Schullandschaft war wie die steinernen Zeugnisse des Bildungshungers aus der Jahrhundertwende. Dennoch sind sie in ihrem eher sachlichen Stil eindrucksvoll.

Der Schulalltag hat sich den aktuellen Anforderungen der heutigen Zeit angepasst. Die Unterrichtsformen und -methoden haben sich gewandelt und die Schulzeiten erstrecken sich teilweise auf ein ganztägiges Schulangebot. Diesen modernen Entwicklungen müssen die Schulgebäude standhalten, denn diese sind für viele Schülerinnen und Schüler nicht nur ein Lern-, sondern auch zu einem Lebensort geworden. Die fünf aufgeführten Schulen mit ihrer besonderen Vergangenheit werden noch immer für schulische Zwecke genutzt. Sie werden baulich gepflegt und instandgehalten und zeigen die Architektur und zum Teil auch die Kunst, die für ihre Entstehungszeit charakteristisch waren.

Anlässlich des fünfjährigen Bestehens der Hausverwaltenden Einheit für Schule und Sport (HVE-Schule und Sport) wurde die Publikation herausgegeben.
Die neue Publikation, „Nürnberger Schulen der 30er Jahre“, kann bei der HVE-Schule und Sport, E-Mail hve-schule@stadt.nuernberg.de, kostenlos bezogen werden. Das gilt auch für die erste Broschüre in der Reihe. Diese zeigt die Nürnberger Schulen, in denen in den 1950er und 1960er Jahren sehenswerte Kunstwerke entstanden sind. Im Mittelpunkt steht die Kunst am Bau, das heißt Werke, die sich mit der Bauweise der Schulgebäude vereinen.

Das Aufmacherbild zeigt die Turnhalle der GS Konrad Groß in der Oedenberger Straße in Nürnberg. Alle Fotos stammen aus der Broschüre.