Die Grundlage für die moderne Demenzforscher legte Alois Alzheimer vor über 100 Jahren. Noch heute beruht die klinische Diagnose der Krankheit auf seinen Untersuchungsmethoden. Foto: epd / Daniel Peter

Die Grundlage für die moderne Demenzforscher legte Alois Alzheimer vor über 100 Jahren. Noch heute beruht die klinische Diagnose der Krankheit auf seinen Untersuchungsmethoden. Foto: epd / Daniel Peter

Bislang gibt es keine zugelassene medikamentöse Therapie für Alzheimer im Frühstadium. Das könnte sich bald ändern, da Forscher an der Saar-Uni erstmals nachgewiesen haben, dass ein spezielles Nahrungsmittel die Gedächtnisleistung von Patienten mit Alzheimer im Frühstadium aufrechterhalten kann.

Die mit dem speziellen Nahrungsergänzungsmittel versorgten Patienten konnten geistige Alltagsaufgaben besser bewältigen, ihr Gehirn schrumpfte weniger schnell als das Gehirn von Patienten, die die Nährstoffkombination nicht zu sich nahmen. Die spezielle Nährstoffkombination könne die Alzheimer-Krankheit im Frühstadium teilweise eindämmen, indem es den Verfall der Hirnleistung verzögere, so die Forscher.

Einmal täglich zu sich genommen, verhindere die Trinknahrung, dass der Hippocampus im Gehirn schrumpfe. Dieser Teil des Gehirns ist wichtig für die Verbindung von Kurz- und Langzeitgedächtnis. Wer besonders früh mit der regelmäßigen Behandlung begonnen hatte, konnte seine Gedächtnisleistungen aufrechterhalten. Die Probanden konnten ebenfalls geistige Alltagsherausforderungen, wie zum Beispiel Rechnungen bezahlen oder sich den Weg merken, besser bewältigen als die Kontrollgruppe.

Das eingenommene Nahrungsergänzungsmittel enthielt eine bestimmte Kombination von Omega-3-Fettsäuren, Vitaminen und weiteren Nährstoffen.