Colin Currie begeisterte mit seinem Auftritt das Publikum. Foto: Michael Matejka

Collin Currie begeisterte mit seinem Auftritt das Publikum. Foto: Michael Matejka

Es war ein wohl kalkuliertes Wagnis, das die Nürnberger Symphoniker beim Benefizkonzert der Hypovereinsbank zugunsten des Magazins sechs+sechzig und der Lebenshilfe eingegangen sind, indem sie den Schlagzeug-Spezialisten Colin Currie als Solisten eingeladen hatten. Doch dieser hat mit seiner anspruchsvollen und ungewöhnlichen Darbietung des Stücks Siedi das Publikum begeistert. Gut eine halbe Stunde dauerte die Aufführung, die in Deutschland zum ersten Mal zu hören war. Das Zusammenspiel von Orchester und Currie schuf klangegwaltige Passagen, die auf den Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull Bezug nehmen. Der Künstler hatte eine Reihe von Schlaginstrumenten aufgebaut, die er zunächste von rechts nach links bespielte, angefangen mit der westafrikanischen Bechertrommel bis zum Tam-Tam. Danach wanderte er diese Reihe rückwärts wieder ab und bespielte die neun Schlaginstrumente auf meisterhafte Weise.
Dirigent Alexander Shelley bereitete es sichtlich Vergnügen, wie herzlich das Publikum diese Premiere aufnahm. Currie selbst bedankte sich mit einer ungewöhnlichen Zugabe: Er trommelte ein Dankeschön, in dem er seinen Körper als Resonanzboden nutzte.
Gelungen waren auch die Aufführung der beiden Klassiker Finlandia von Jan Sebelius und Scheherazade von Nikolai Rimsky-Korsakow.
Horst Schmidbauer, Vorstandsvorsitzender der Lebenshilfe Nürnberg und Petra Nossek-Bock., Vorsitzende des Magazins sechs+sechzig freuten sich über das gelungene Konzerterlebnis vor rund 500 Zuhörer. Sie bedankten sich bei Detlef Schirm, Direktor der Hypovereinbank Nürnberg für die Unterstützung ihrer Arbeit und den gelungenen Abend. Zahlreiche prominente Gäste wie Schirmfrau Helene Jungkunz, der frühere Bundesminister Günther Gloser, Stadtkämmerer Harald Riedel und Umweltreferent Peter Pluschke genossen die gelungene Darbietung der Nürnberger Symphoniker.