Die gute Nachricht lautet: Glück lässt sich trainieren. Foto: epd

Die gute Nachricht lautet: Glück lässt sich trainieren. Foto: epd

Der Coburger Gesundheitswissenschaftler Prof. Dr. Tobias Esch hat untersucht, ob man Glück lernen und sich dadurch beruflich und privat besser vor Stress schützen kann. Die Ergebnisse legen es nahe und zeigen, dass die Teilnehmer der Studie deutlich weniger Stress wahrnahmen, insgesamt zufriedener und glücklicher waren. Unterstützt wird das Projekt vom Arzt und Kabarettisten Dr. Eckart von Hirschhausen.
Sieben Wochen lang haben 150 Beschäftigte eines Unternehmens an der Untersuchung teilgenommen. Während eine Hälfte das Glückstraining absolvierte, diente die andere als Kontrollgruppe. Beide wurden vor und nach der Testphase befragt. Außerdem überprüften die Forscher die Aufmerksamkeit der Probanden und nahmen Speichelproben, um die Stresshormone im Körper zu messen. Vier Wochen nach dem Training wurden die Tests wiederholt. Die Teilnehmer nahmen nicht nur deutlich weniger Stress wahr, sie waren auch zufriedener und glücklicher. Die Lebensqualität insgesamt hat sich verbessert, weiche Faktoren wie “Achtsamkeit” und die Fähigkeit, Abschalten zu können, wurden verstärkt.
„Diese Effekte hielten über den gesamten Beobachtungszeitraum an”, erläutert Prof. Esch. Die Ergebnisse der Pilot-Untersuchung sieht er deshalb als ersten Schritt in eine interessante Richtung. Jetzt gelte es zu verfolgen, ob die Effekte sich dauerhaft auf die betriebliche Situation und die Gesundheit der Mitarbeiter auswirken. Die Untersuchung wurde gemeinsam mit der Stiftung „Humor hilft heilen“ durchgeführt. Gründer Dr. Eckart von Hirschhausen hat das Online-Glückstraining entwickelt. Es basiert auf den Säulen der positiven Psychologie. Die Ergebnisse der Studie sind vom internationalen Wissenschaftsjournal eCAM (New York) zur Veröffentlichung angenommen worden.