Wo lang? Moderne Krankenhausen gleichen Labyrinthen - nicht nur für Demenzkranke. Foto: epd

Wo lang? Moderne Krankenhausen gleichen häufig Labyrinthen – nicht nur für Demenzkranke. Foto: epd

An Demenz erkrankten Menschen fällt es in einer fremden Umgebung meist schwer, sich selbständig zurecht zu finden. Das ist besonders im Krankenhaus der Fall. Wie sich dieses Problem durch gestalterische Mittel entschärfen lässt, zeigt eine Studie im Internet.
Moderne Akutkrankenhäuser sind sehr hektische, laute Orte, die tagtäglich von einer Vielzahl von Patienten, aber auch zahlreichen Ärzten, Therapeuten und Pflegekräften durchlaufen werden. Menschen mit einer Demenz, die akut erkrankt und möglicherweise verängstigt sind, finden sich in dieser Umgebung nur schwer zurecht. Zudem können moderne Krankenhausgebäude mit ihren gleich aussehenden Stationen, Fluren und Zimmern sehr verwirrend auf Menschen wirken, die kognitiv eingeschränkt sind. Möglicherweise können sie die Toilette nicht finden oder verirren sich auf der Suche nach ihrem eigenen Zimmer.
Das Design moderner Krankenhäuser berücksichtigt selten die kognitiven und Wahrnehmungsprobleme von Demenzkranken. Das Dementia Services Development Centre (DSDC) an der University of Stirling (Schottland) zeigt dagegen, wie Akutkrankenhäuser durch einfache Gestaltungsprinzipien demenzfreundlicher werden können. In fünfzehn virtuell gestalteten Räumen kann man erfahren, wie z. B. eine gute Beleuchtung, Orientierungshilfen und Kontraste Menschen mit – und ohne – Demenz die selbstständige Orientierung erleichtern. Hier geht’s zu den Bildern.