Dr. Jorge Paredes-Gebhard mit einem Geschenkkorb im Verkaufsraum des Spezialitätenladens Bodegas Andaluzas in Gostenhof in Nürnberg. Foto: Mile Cindric

Dr. Jorge Paredes-Gebhard mit einem Geschenkkorb im Verkaufsraum des Spezialitätenladens Bodegas Andaluzas in Gostenhof in Nürnberg.
Foto: Mile Cindric

Andalusien steht in diesem Jahr im Mittelpunkt der Nürnberger Seniorenmesse Inviva. Bei den Ausstellern kann man nicht nur Spezialitäten aus dem Süden Spaniens probieren, sondern sich auch über die beliebte Urlaubsregion informieren. Der spanische Journalist Jorge Paredes-Gebhard organisiert diesen Länderschwerpunkt für die Messe.
sechs+sechzig: Andalusien wird mit Sonne, Strand und Meer assoziiert. Wie präsentieren Sie Spaniens Süden auf der Inviva?
Jorge Paredes-Gebhard: Es gibt noch mehr als Sonne und Meer zu entdecken, zum Beispiel kleine, weiße Dörfer im Gebirgszug L’Alpujarra nahe der Sierra Nevada. Oder die vielfältige und abwechslungsreiche Geschichte Andalusiens, aber auch die Menschen, das neue, das moderne Andalusien. Das sieht man nur, wenn man das Landesinnere besucht. Die Aussteller und ich versuchen, das auf der Inviva zu zeigen.
Woher kommen die Aussteller?
Die meisten kommen aus kleinen Dörfern und Städten. Zum Beispiel aus Gemeinden um Huelva oder aus der Provinz Córdoba. Neben Informationen, die für Touristen wichtig sind, bieten sie ihre vielfältigen Spezialitäten den Besuchern an.
Worauf dürfen sich die Messebesucher denn besonders freuen?
Wir werden Wein anbieten, aber auch den berühmten Schinken von schwarzen Schweinen, die im Freien herumlaufen und sich nur von Eicheln ernähren. Außerdem werden wir Oliven und Olivenöle dabei haben, schließlich ist Andalusien einer der größten Produzenten dieser Lebensmittel in der EU. Nicht zu vergessen: Wir werden auch Aloe Vera zum Thema machen.
Was muss man sich denn da vorstellen?
Aloe Vera ist eine Heilpflanze, die auch in Andalusien wächst, und aus der Saft gewonnen wird. Der Saft wirkt, richtig angewandt, entzündungshemmend, kann aber auch zum Kochen, zum Beispiel in Fleischgerichten, verwendet werden.
Ist es möglich, beim Inviva-Besuch eine Reise nach Andalusien zu buchen?
Es werden zwar Reiseanbieter anwesend sein, und die Besucher werden sich zum Beispiel über einen Fahrrad-Urlaub informieren können. Wir legen aber Wert auf die Informationen über das Land. Den Besuchern sollen nicht vorrangig Reisen verkauft werden.
Nürnbergs jüngste Partnerstadt ist Córdoba. Ist sie denn auch auf der Messe vertreten?
Córdoba wird durch einige Produzenten vertreten sein, die aufgrund der Vermittlung der dortigen Handelskammer kommen. Leider wird keine offizielle Delegation in Nürnberg sein, weil der Regierungswechsel von den Sozialisten zur konservativen Volkspartei in Córdoba andere Probleme momentan wichtiger erscheinen lässt.
Was erwarten Sie sich von der Inviva?
Ich hoffe, dass sich die Menschen durch den Messeschwerpunkt nahe kommen, sowohl aus der Metropolregion und Nürnberg wie auch aus Andalusien und speziell aus Córdoba. So kann die Städtepartnerschaft mit mehr Leben erfüllt werden. Es wäre auch schön, wenn in den nächsten Jahren auf der Inviva immer ein Stand aus Andalusien zu finden sein würde.
Interview: Rainer Büschel: Foto: Mile Cindric