Margret heckel pflegt in ihrem Buch eine positive Sicht auf den demografischen Wandel. Foto: Petra Nossek-Bock

Es ist fast ein Jahr her, dass Margaret Heckel ihre Erkundungstour durch Deutschland angetreten und dabei spannende Projekte und Menschen aufgesucht hat, die sich mit dem demografischen Wandel beschäftigen. Unser Magazin sechs+sechzig gehörte zu den ausgewählten Stationen. Es entstand zunächst im Internet in Form eines Reiseblogs ein interessanter Überblick über die verschiedenen Initiativen und Projekte, die sich bereits heute mit einer aktiven Altengeneration auseinander setzen. Nun hat die Journalistin und Autorin ein Buch geschrieben, das sich fundiert mit der wichtigsten Entwicklung der nächsten Jahrzehnte beschäftigt: die alternde Gesellschaft. Unter der etwas befremdlichen Überschrift »Midlife-Boomer« präsentiert sie Forschungsergebnisse und bemerkenswerte Praxisbeispiele, die Mut machen, sich dem Abschied vom Jugendwahn zu stellen und über seine Zukunft nachzudenken – selbst wenn man erst 40 oder 50 Jahre alt ist.
Der positive Grundton des Buches von Margaret Heckel ist ermutigend und stärkt all jenen den Rücken, die sich bereits als erfahrene Generation definieren. Es ist auch eine gute Grundlage für Diskussionen über die alternde Gesellschaft, die ohne negative Schlagwörter wie »Methusalem-Komplott« auskommt.
Petra Nossek-Bock
Margaret Heckel: Die Midlife-Boomer.
Edition Körber Stiftung, 2012.
220 Seiten, 18 Euro.