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Die SZ hat uns leider nicht gefragt

In der Süddeutschen Zeitung ist ein Artikel über die Seniorenpresse erschienen. Im Netz findet sich leider nur die Kurzfassung, aber ich habe ich die Langfassung im Print gelesen.
Ich könnte mich jetzt über den Sinn und Unsinn solcher Maßnahmen, Meldungen nur verkürzt im Internet wiederzugeben auslassen, aber das ist gar nicht mein Thema. Es geht mir darum, dass es sich bei der Zusammenstellung um lauter Statements von Großverlagen gehandelt hat. Unser Magazin 66 kam leider nicht vor, obwohl wir seit zehn Jahren erfolgreich auf dem Markt sind und uns großer Beliebtheit bei der Zielgruppe erfreuen, wie ich aus vielen Rückmeldungen weiß.
Deswegen habe ich ausnahmsweise die Redakteurin in München angerufen und sie auch sofort ans Telefon bekommen. Lob für den direkten Draht zur Autorin. Sie war sehr nett und meinte, das Magazin 66 sei einer Kürzung zum Opfer gefallen, weil unser Modell nicht ganz alltäglich ist. Ja, wenn das so ist.
Trotzdem finde ich es schade, dass wir nicht zu Wort kamen. Ich hätte gern erklärt, dass es ein sozialer Aspekt ist, das Magazin für ältere Menschen kostenlos zu verteilen. Schließlich sind das nicht alles reiche Leute. Es gibt eine wachsende Zahl Rentner, die am Existenzminimum leben. Auch sie haben Anspruch auf Information.
Na ja, die Autorin verprach, uns vielleicht einmal zu einem ähnlichen Thema zu befragen. Ich würde mich darüber freuen. Es kursiert so viel Unsinn über die Senioren in den Medien. Da würde ich gerne etwas über unsere Erfahrungen erzählen und die waren fast immer positiv und motivierend.

3 Responses

  1. zum glück gibt es dieses soziale denken für die Rentner, bei 6+60, auch die vielen hinweise, denn jetzt kommen die armen schlucker-rentner, welche dankbar sind, durch kostenlose informationen, auch noch am leben teilhaben zu dürfen. wie dürfen diese rentner mal alt werden, bei kasse leer.?????????

  2. Wenn 66 aus München käme, wäre die SZ sicher darüber gestolpert. Ist ja manchmal eine wirklich interessante Zeitung die SZ, aber schade, dass “Süddeutsch” nur München und die Welt bedeuten. Nordbayern liegt für die SZ im “toten Winkel”, auch wenn es bei uns 66 mal so lebendig zugeht.

  3. Damit zeigt die SZ nur, daß sie mit ihrer Berichterstattung der Aktualität und Realität hinterher hinkt….
    Mit etwas mehr Biß und Hinwendung zu den täglich wachsenden Problemen auch der heranwachsenden Generation und neuen Lösungsansätzen dürften wir aber m.E. durchaus das Interesse der FAZ bzw. FAS wecken. Im Mai d.J. – leider weiß ich das genaue Datum nicht mehr – hat man in der FAS die Senioren schon einmal zum Thema gemacht. Zudem bieten die Journalisten der FAZ / FAS in meinen Augen sprachlich und von ihren Recherchen her eine bessere Qualität !
    Bei der Auswahl der Themen,halte ich es zum einen für wichtig, zu informieren, positive Möglichkeiten der Bewältigung von Problemen aufzuzeigen, die im Alter auftreten können. Das Motto des Magazins lautet zwar “Fit und aktiv bis ins hohe Alter”. Die Realität sieht leider allzu oft anders aus. Diese Menschen, z.B. in Altenheimen, haben nirgends eine Lobby, im Prinzip keine Rechte, schon erst gar nicht, wenn keine Angehörigen sich um sie kümmern, sie besuchen und nach dem Rechten schauen.
    Mein Vorschlag: Wie wäre es mit einem Blog, in dem sich alle Betroffenen diesbezüglich austauschen könnten ? Sowohl die Angehörigen, die Pflegekräfte, Heimleitungen und auch Vertreter der Kirchen und last but not least Politiker, etc. Da dieses Thema von den Medien wegen seiner Empfindlichkeit und Wirtschaftsrelevanz offensichtlich gemieden wird wie das Weihwasser vom Teufel, müßte man hier eine Ausnahme machen und die Beiträge anonymisiert zulassen. Auch die Namen von betroffenen Institutionen und/oder Menschen sollten heraus bleiben. Der Austausch könnte aber allen in der Pflege Tätigen, den Angehörigen und auch den Politikern eine realistische Vorstellung des oft mehr als tristen Lebens von “Insassen” bieten, die für teueres Geld in ihren Rollstühlen und Pflegebetten auf den Tod warten. Aber nicht nur das: Viell. finden sich so auch neue Ansätze und Lösungen. Vieles könnte man vielleicht schon mit wenig Aufwand organisatorisch verbessern.
    Es gibt vorzüglich geführte Heime, allerdings in der Regel nur für diejenigen, die sich diese auch leisten können. Das dürften aber in Zukunft immer weniger werden. Aber auch da habe ich in der Praxis leider immer wieder die Erfahrung gemacht, daß dies nur solange zutrifft, wie der Betreffende noch für sich sprechen, sich artikulieren kann und “Besuch” bekommt. Danach ist er dem “good will” und mehr oder weniger dem Zufall der Heimleitung und der von ihr eingestellten Pflegekräften überlassen. Zugunsten des Profits wird diese Zahl meiner Vermutung nach jedoch immer öfter allzu knapp gehalten.
    Die Lobby der Pflegeheime ist offenbar politisch zu stark, daß man hier endlich auch politisch die Publikation der Jahresbilanzen von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen gesetzlich vorschreiben könnte, wie dies für andere Wirtschaftsunternehmen üblich. So wüßte die Politik, die Krankenkassen und nicht zuletzt auch die Angehörigen und die Betroffenen, wohin das viele Geld eigentlich geht…. Denn: Die Alten- und Pflegeheime sind schon lange keine sozialen Einrichtungen mehr, sondern knallharte Wirtschaftsunternehmen.
    Die Meinung der Leser zu meinen – ich gebe es gerne zu – provokanten Äußerungen, würde mich sehr interessieren. Vielleicht liege ich mit meinen persönlichen Erfahrungen und Beobachtungen ja auch ganz falsch…
    Anna

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