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Überall Kaugummis

In meiner Kinderzeit waren Kaugummis wirklich was ganz besonderes, meist bekam ich sie von amerikanischen Soldaten geschenkt. Dass man Kaugummis auch kaufen konnte, gab es sehr viel später: für n´Sechser am Automaten, aus dem mit einer bunten Kugel Kaugummi ein Plastikteil dazu raus fiel. Heute gibt es überall Kaugummis und für die Zähne sollen sie auch noch gut sein.
Unsere 13-jährige Enkeltochter liebt Kaugummis aller Sorten. Eigentlich kaut sie immerzu – auch, wenn sie spricht oder zuhört oder sonst was macht. Ich finde, das sieht fürchterlich aus, wenn mit den Kiefern ihr ganzes Gesicht in Bewegung ist. Außerdem finde ich die ständige Kauerei einfach störend. Nun ist unsere Enkeltochter nicht ganz so schlimm, ihre Kaugummis unter die Tischplatte oder ans Stuhlbein zu kleben, wenn sie bei uns zum Essen ist. Den Kaugummi auf der Straße einfach auszuspucken, das ist für sie allerdings in Ordnung. Da mich die vielen Kaugummiflecken z.B. in Fußgängerzonen und an Haltestellen ärgern und ich schon manches Mal diese Kaugummis mühsam von meinen Schuhsohlen entfernen mußte, habe ich mit meiner Enkeltochter einen Spaziergang gemacht und Kaugummiflecken gezählt. Das war “Alltagspädagogik” pur und hat geholfen. Wie lange?

3 Responses

  1. das ständige Kauen ist mehr als eine Unsitte, es ist fast ein Dokument des kutlurellen Niederganges, denn ständiges Kauen, auch wenn man mit anderen zusamen sitzt und sich (im Prinzip) mit ihnen unterhält, so ist das doch eine Ausdruck von Nichtachtung – oder nicht?

  2. Kaugummis unter dem Tisch sind ekelhaft, auf dem hellen Pflaster sind sie unschön.
    Aber das Kauen selber soll ja sogar die Intelligenz bei Kindern fördern, auch wenn es
    nicht immer so intelligent aussieht. Sehr unruhige Kinder soll es konzentrieren helfen.
    Daran jedenfalls geht die Kultur nicht zugrunde.

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