Einige von Ihnen haben es vielleicht schon entdeckt, viele andere werden es in Kürze wahrscheinlich bemerken: Die KI erhält Einzug bei WhatsApp. Genauer gesagt, die Firma Meta integriert einen Chatbot mit Künstlicher Intelligenz in die beliebte Nachrichten-App. In den USA gibt es diese Funktion schon seit 2023, in Deutschland und anderen europäischen Ländern wird sie, vor allem aufgrund strengerer Datenschutzgesetze, erst jetzt eingeführt. Wie so oft bei Neuerungen in der App erhalten aber nicht alle Nutzerinnen und Nutzer die neue Funktion gleichzeitig, sondern nach und nach. Daher haben manche Menschen den KI-Assistenten schon, andere noch nicht. Die offizielle Schreibweise ist Meta AI (AI ist die englische Version der Abkürzung KI).
Wie funktioniert Meta AI?
Bei WhatsApp ist Meta AI wie ein normaler Kontakt in die Chatliste integriert. Man kann ihn also anschreiben wie einen echten Menschen. Ganz ähnlich, wie auch die anderen bekannten Chatbots ChatGPT oder Google Gemini benutzt werden. Dafür gibt es in der Chat-Übersicht jetzt rechts unten einen kleinen blauen Kreis. Tippt man diesen an, so wird eine Unterhaltung mit der KI gestartet. Auch in Gruppenchats kann man die KI wie eine Person einbinden und ansprechen, das geht dann über die Eingabe von @Meta AI. Die KI kann in Gruppenchats nur Nachrichten sehen und beantworten, die auf diese Weise direkt an sie gerichtet werden.
Derzeit können WhatsApp-Nutzer in Europa die Meta AI für verschiedene Aufgaben nutzen, wie:
Antworten auf Fragen: Der KI-Assistent kann auf allgemeine Fragen antworten, indem er Informationen bereitstellt oder Texte generiert.
Erstellen von Inhalten: Nutzer können mit der KI Texte generieren oder sogar Bilder erstellen und bearbeiten. Zum Beispiel kann sie bei der Formulierung von Nachrichten oder der Erstellung kreativer Inhalte helfen. Das Erstellen von Bildern und Grafiken funktioniert in Deutschland (zumindest bei unseren Tests) noch nicht, soll aber bald möglich sein.
Personalisierte Empfehlungen: Die KI kann auch Empfehlungen basierend auf den Interessen und Vorlieben des Nutzers geben. Außerdem ist eine Unterstützung bei der Planung von Veranstaltungen oder beim Sammeln von Ideen möglich.
Gruppenchats: In Gruppenchats kann der Assistent durch die Eingabe von „@MetaAI“ angesprochen werden, und er kann auch in diesen Chats interaktiv teilnehmen, jedoch nur, wenn er direkt angesprochen wird.
Wie kann man es abschalten?
Eine der häufigsten Fragen bei fast allen neuen Funktionen, die WhatsApp einführt, lautet: “Wie werde ich das wieder los?”. Und wie auch fast immer lautet die Antwort: Diese Funktion gehört nun zum Standardumfang von WhatsApp. Wer die Funktion nicht nutzen möchte, der muss darüber hinwegsehen. Deaktivieren kann man den KI-Chatbot in den Einstellungen (bislang) jedenfalls nicht. Was man aber machen kann, ist ein Archivieren des Chats, wenn man bereits mit dem Chatbot Nachrichten ausgetauscht hat. Dann verschwindet die Unterhaltung zumindest aus der Übersicht der Chats. Der blaue Kreis rechts unten auf der Chat-Übersicht bleibt aber dennoch erhalten. Eventuell wird dies in einigen Wochen oder Monaten von WhatsApp auch noch geändert, wenn die Funktion bekannter geworden ist.
Was kann die KI alles mitlesen?
Viele Menschen sind besorgt, dass die KI oder das Unternehmen Meta, das dahinter steckt, nun unsere Gespräche bei WhatsApp mitliest und analysiert. Das ist nicht der Fall. Persönliche Gespräche bleiben weiterhin verschlüsselt und geheim. Nur Nachrichten, in denen @Meta AI erwähnt wird oder die Personen direkt mit dem Meta AI Chatbot in einer Unterhaltung teilen, können von Meta gelesen werden. Meta kann keine anderen Nachrichten in den persönlichen Chats lesen. Wenn man die KI-Funktionen verwendet, erhält Meta die Prompts (Texteingaben), die geteilten Nachrichten und unser Feedback, um relevante Antworten zu senden und die Qualität der KI zu verbessern. Das heißt: Ja, Meta speichert zwar Nachrichten, aber nur die Nachrichten, die man mit dem Meta KI-Chatbot schreibt. Diese werden zur Verbesserung der KI-Funktionalität und zur Auswertung verwendet. Dabei geht es hauptsächlich um das Training und die Optimierung des Chatbots, damit dieser besser auf die Anfragen reagieren kann. Man sollte der KI also keine Dinge schreiben, von denen man nicht möchte, dass die KI sich diese merkt.
Offizielle Anleitung und Informationen von WhatsApp: WhatsApp FAQ
Weitere Dienste mit Meta KI
Zu Meta gehört nicht nur WhatsApp, sondern auch noch Instagram und Facebook mit dem Facebook Messenger. Auch in diese Dienste wird die Meta KI nach und nach eingebaut. Die KI kann auch bei diesen Diensten dabei helfen, kreative Ideen für Beiträge zu finden, ansprechende Bildunterschriften vorzuschlagen oder Informationen zu recherchieren. Nutzer können direkt mit Meta AI chatten und die Funktionen ausprobieren, um ihre Inhalte noch ansprechender zu gestalten. Dazu gehört zum Beispiel auch das Erstellen von Bildern und Stickern, die man im Chat verwenden kann.
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