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Der Depp im Web testet DeppL

Foto: kalhh/Pixabay

Werden die Jungen immer blöder? Ältere haben das schon gemutmaßt, als ich noch jung war. Lag vielleicht an mir. Vielleicht gehört dieser Verdacht aber auch zum Älterwerden.

 Aktuell ist die Jugend wieder mal nicht die hellste. In einer aktuellen Studie der Kultusministerkonferenz (die freilich auch mal unter die Lupe gehört, aber das nur nebenbei) kam heraus, dass die jetzigen Neuntklässler einen oft gar nicht mehr verstehen, wenn man mit ihnen redet. Demzufolge scheitern sie schon im Fach Zuhören. Immer nur Bahnhof, da schaltet der Youngster halt ab.

Dafür können sie Englisch besser als frühere Jahrgänge. Das liegt offenbar daran, dass sie verschärft vor irgendwelchen Bildschirmen hocken, und da ist dann halt vieles auf Englisch. 

Unsereins tut sich da eher etwas hart. Beim Surfen muss ich öfter mal den Google-Übersetzer bemühen, der allerdings etwas holprig und ziemlich unpersönlich daher kommt. Umso erfreuter war ich, als das Fürther Satireorgan »Postillon« das Übersetzungstool DeppL präsentierte. Das ist was für meines Enkels Opa, jubelte ich. 

Die Funktion ist selbsterklärend. Also deppenkompatibel. Man tippt links was ein, klickt auf »übersetzen« und rechts kommt das Ergebnis. So liebe ich das. Kein Brimborium, keine Werbung, keine In-App-Käufe, keine Abos, kein Zusatzschnickschnack. Also ließ ich das Tool gleich mal eine Botschaft an das hier eventuell mitlesende internationale Publikum translaten. Hier ist sie:

 Love readers of the magazine Six and Sick, come see good through the vinter and loser sigh, despite the widdersome understandings, their humor knot.

Angeblich sei da einiges nicht richtig, wurde mir von polyglotten Zeitgenossen signalisiert. Beim »Postillon« wiederum erklärte man mir, wenn es richtig sei, dann sei es falsch. Jetzt verstehe ich gar nichts mehr. 

Wie so ein kleiner Neuntklässler. 

Peter Viebig

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