Spar-Apps

In Zeiten internationaler Krisen, globaler Lieferschwierigkeiten und hoher Inflationsraten erlebt die gute alte “Spar-Mentalität” eine echte Renaissance. Was mal “knausrig” oder “übermäßig ökologisch motiviert” wirkte, ist in der aktuellen Lage ein ganz normales und allseits gelebtes Sparverhalten. Wir möchten helfen und ein paar ungewöhnliche, neuartige, digitale Wege zeigen, die das Sparen erleichtern und verbessern.

Sprit-App

Spar-AppsEs gibt diverse Apps, die einen guten Überblick über die Spritpreise der Tankstellen geben. Dabei kann nicht nur der Preis der nächstgelegenen Tankstelle abgelesen werden, sondern man erhält eine Übersicht über alle Tankstellen in einem Umkreis von 10-50km (die Kilometerzahl wird eigenständig festgelegt). So erkennt man, welche Tankstelle im Moment die günstigsten Preise bietet. Eine Aktualisierung findet nahezu in Echtzeit statt, sodass die Preise auch wirklich korrekt sind, wenn man bei der Tankstelle ankommt.
Früher war dies noch ein Problem: Die Preise wurden nur unregelmäßig oder 1-2mal täglich aktualisiert. Entschied man sich einige Zeit später, die Tankstelle anzufahren, galt oft bereits ein neuer (nicht selten teurerer) Preis.

Die Preisübersicht ist dabei nicht nur räumlich sortiert, sondern auch eine Zeitachse als Ansicht ist möglich. Dabei kann man sich die Gesamtentwicklung des Spritpreises anschauen und erkennen, ähnlich wie an der Börse, ob der Preis des aktuellen Tages bzw. der laufenden Woche als vergleichsweise günstig oder vergleichsweise teuer einzuordnen ist. Es geht sogar noch einen Schritt weiter. In einer gesonderten Übersicht kann man die Preisentwicklung des aktuellen Tages im Stundenverlauf nachschauen und erkennen, ob der Preis in dieser Stunde eher am Steigen oder Fallen ist. Sogar eine Prognose des vermuteten Verlaufs für den Resttag ist möglich. Diese Prognose ist sehr spannend, denn die Tankstellen haben regional sehr unterschiedliche Preisverläufe innerhalb eines Tages. Es gibt besonders günstige Zeiten (meist am frühen Abend gegen 19 Uhr und am Wochenende) und Zeiten, die jeden Tag einen vergleichsweise hohen Preis haben (in Städten oft während der Standardarbeitszeiten, also zwischen 8 und 16 Uhr).

Es gibt verschiedene Apps auf dem Markt, die alle recht ähnlich funktionieren. Unsere Empfehlung aus dem privaten Alltag ist die App namens “Clever-Tanken”.

Banken-App

Jede Bank bietet eine eigene App an, die natürlich vor allem ein Online Banking ermöglicht. Beim Online Banking denken viele Menschen nur an “Überweisungen”. Mit diesen Banken-Apps kann man aber auch regelmäßig oder im besten Fall sogar täglich einfach nur das Konto beobachten und die Abbuchungen im Auge behalten. Das hat nicht nur einen eine erhöhte Sicherheit zur Folge, weil man eine fehlerhafte oder betrügerische Abbuchung sehr schnell entdecken würde und an die Bank melden könnte. (Wer innerhalb von 24 Stunden eine fehlerhafte oder betrügerische Abbuchung an die Bank meldet, der hat in den allermeisten Fällen keinen finanziellen Schaden zu befürchten, die Abbuchung kann dann rückgängig gemacht werden.) Sondern das hat zusätzlich den positiven Nebeneffekt, dass man noch genauer über die eigenen Finanzen bescheid weiß. Üblicherweise/früher (ohne Online-Banking-Apps) erfolgte der Blick auf das Konto nicht täglich oder mehrfach täglich, sondern nur alle paar Tage oder Wochen. Wenn man aber täglich oder sogar mehrfach täglich auf das Konto schaut und mitbekommt, welche Abbuchungen erfolgen, dann tritt ein psychologischer Effekt ein: Man fühlt sich dem Konto “näher”. Man weiß noch genauer, wie viel Geld aktuell verfügbar ist, wie viel Geld regelmäßig abgeht und welche Abgänge besonders hoch sind – und auch, welche Kosten vielleicht unnötig sind.

Einen Schritt weiter gehen sogenannte “Haushaltsbuch”-Apps. Mit diesen kann man die eigenen Abbuchungen thematisch sortieren. Diese Apps erkennen, durch Mithilfe des Nutzers, zu welchen Bereichen des Lebens die Abbuchungen zuzuordnen sind. Mittels Diagramm und Statistik kann man auswerten, ob beispielsweise die Ausgaben für das Auto über die letzten Monate hinweg zugenommen haben. Man findet auf diese Weise schnell, effektiv und sehr spezifisch erhöhte Ausgaben in den unterschiedlichen Lebensbereichen. Diese sehr intensive und exakte Analyse bietet natürlich großes Potenzial, ist aber nicht für jeden das Richtige. Denn es wird eine Einarbeitungszeit benötigt und eine Routine in der Buchführung ist nötig. Das ist also nur etwas für Hochmotivierte, die dafür Zeit und Muße haben. Wer sich aber damit auseinandersetzt, wird ganz sicher Einsparpotenziale entdecken und nutzen können.

Es gibt einige ganze Reihe solcher Apps, aufgrund unserer Levato-Recherchen sind darunter “Money Manager”, “Finanzguru”, “Mobills” oder “Meine Ausgaben” besonders erwähnenswert.

Stromanbieter-App

Spar-AppsFast alle Stromanbieter bieten auch eine App an. In dieser App kann man sich mit der eigenen Stromzählernummer anmelden und die persönlichen Vertragsdaten einsehen und bei Bedarf ändern. Besonders hilfreich ist aber die enthaltene Statistikfunktion. Hier sieht man den aktuellen Abschlag und die monatlichen Kilowattstunden, die im Abschlag enthalten sind.

Über eine selbstständige Zählerablesung kann man in der App den abgelesenen Zählerstand in regelmäßigen Abständen eintragen. Daraus wird eine Prognose berechnet, ob der monatliche Abschlag eingehalten wird. Das Stromsparen macht auf diese Weise regelrecht Spaß, weil man eine direkte Rückmeldung als Diagramm und Statistik erhält, wie gut das eigene Stromsparen läuft.

Fast alle Stromanbieter haben eine eigene App auf dem Markt. Suchen Sie im Play Store bzw. im App Store nach Ihrem Stromlieferanten und laden Sie diese App herunter. Die Anmeldung in der App gelingt mit den Daten des Stromvertrags, der Hausadresse und der Stromzählernummer. Jede dieser Apps funktioniert ein klein wenig anders. Die Apps sind jedoch sehr simpel aufgebaut und nicht mit Funktionen überladen. Man versteht sie schnell.

Idealo-App

Spar-AppsNicht nur im Alltag gibt es Sparmöglichkeiten, sondern immer, wenn ein Neukauf ansteht, lohnt ein Preisvergleich. Es ist schon erstaunlich, zu welch unterschiedlichen Preisen ein und dasselbe Produkt angeboten wird. Das Problem daran ist aber immer: Woher weiß man, was genau denn nun “günstig” bezogen auf ein Produkt ist? Erst ein ausgiebiger und umfassender Vergleich kann die Bedeutung von “günstig” und “teuer” hervorbringen. Weil ein solcher Vergleichsvorgang zeitaufwendig und mühselig ist, gibt es dafür Apps, die dies automatisiert in Sekundenschnelle erledigen. Sie enthalten einen Barcode-Scanner, sodass mittels der Kamera ganz einfach im Geschäft vor Ort der Barcode gescannt werden kann. Daraufhin erfolgt eine Abfrage vieler unterschiedlicher Preisquellen und man sieht, was “günstig” bezogen auf dieses Produkt wirklich bedeutet. Aber auch, wenn man nicht im Geschäft vor Ort ist und den Barcode des Produkts nicht vor sich hat, ist ein Preisvergleich durch Eingabe der Produktbezeichnung möglich. Auch für diesen Zweck gibt es verschiedene Apps, die allesamt gute Dienste leisten. In unserem persönlichen Alltag haben wir die App “Idealo” genutzt und können Sie daher als Empfehlung nennen.


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