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Wenn Sie unseren Newsletter nicht immer jede Woche ausführlich lesen konnten, eine Zeit lang verreist waren oder gerne eine komprimierte Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse aus 2019 haben möchten, dann ist der heutige Beitrag genau der richtige für Sie. Es gibt 3 essentielle Lehren, die man aus den Entwicklungen des letzten Jahres ziehen kann. Jede dieser Lehren bezieht sich auf einen unserer Newsletter aus 2019. Die wichtigsten Punkte haben wir hier für Sie noch einmal zusammengefasst. Diese vollständigen Newsletter-Beiträge sind zudem jeweils verlinkt und nachlesbar für alle Mitglieder.


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1. Windows 10 hat einen Virenscanner

Das neueste Betriebssystem von Microsoft, auf das man kostenlos umsteigen kann, besitzt bereit ab Werk einen Virenscanner. Dieser Virenscanner heißt “Windows Defender”. Der Windows Defender ist kostenfrei und werbefrei. Er wird automatisch aktiviert, wenn kein anderer Virenscanner einer anderen Firma installiert ist. Über die Jahre hinweg ist der Windows Defender in Sachen Schutzwirkung verbessert worden, er ist nun genauso gut wie alle anderen Virenscanner. Das war nicht immer so…

Vor 2017 gab es die Richtlinie, dass man unbedingt einen Virenscanner von einer fremden Firma installieren muss, weil der Windows Defender von Microsoft nicht sehr gut in den Tests abschnitt. Diese Sachlage hat sich radikal verändert. Mittlerweile ist es so, dass Virenscanner von anderen Firmen nicht selten die Funktionsweise von Windows behindern und das System verlangsamen. Es ist sogar schon so weit gekommen, dass Millionen Windows-Computer keine Updates mehr installieren konnten, weil die Virenscanner dies versehentlich blockierten. Ein Super-Gau für die Sicherheit. Daher raten heutzutage sehr viele Experten dazu, keine zusätzlichen Schutzprogramme oder Virenscanner von anderen Firmen zu installieren, sondern dem Windows Defender die Arbeit zu überlassen, weil es dann zu weniger Problemen kommt. Die Schutzwirkung des Windows Defenders ist auf Augenhöhe mit anderen Schutzprogrammen.

Natürlich kann sich auch diese Sachlage in Zukunft wieder ändern. Aber seit 2018 und sicher noch bis Ende 2020 gilt, dass man auf externe Virenscanner verzichten kann. Das spart außerdem auch Geld und Nerven, denn die externen Virenscanner kosten entweder Geld oder fallen durch störende Werbeeinblendungen auf.

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Die Mär vom Virenscanner


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2. Windows 7 ist gefährlich

Es ist ein bißchen wie ein Déjà-vu: In 2020 passiert mit Windows 7 das gleiche, was vor einigen Jahren schon mit Windows XP passierte. Ein altes Betriebssystem verliert den sogenannten “Support” (auf Deutsch in etwa: Unterstützung durch Programmierer). Doch was bedeutet das eigentlich, wenn es keinen Support mehr gibt? Ist das wirklich so schlimm oder ist das vielleicht einfach nur Geldmacherei? Kann man das alte Windows 7 nicht einfach weiter benutzen, einen guten teuren Virenscanner installieren und gut ist? Die Antwort ist: Nein. Ein Betriebssystem ohne Support darf im Internet nicht benutzt werden.

“Kein Support” bedeutet, das Betriebssystem wird nicht weiterentwickelt, Sicherheitslücken werden nicht mehr geschlossen, Fehler werden nicht mehr beseitigt. Das hat diverse Folgen. So können viele neuen Programme auf dem alten Betriebssystem nicht mehr genutzt werden. Auch Fehler in Programmen und im System, die sich durch Abstürze bemerkbar machen, häufen sich. Solche Absturzfehler werden normalerweise, bei einem Betriebssystem “mit Support” erkannt und durch Programmierer verbessert. Diese Verbesserungen kommen dann durch ein Update auf den Computer. Besonders gravierend ist der fehlende Support bei den Sicherheitslücken. Denn diese bleiben offen und können durch Hacker problemlos ausgenutzt werden. Bei einer bestehenden Sicherheitslücke hilft auch kein Virenscanner und kein Sicherheitsprogramm. Eine Sicherheitslücke ist fast wie ein Zauberspruch, mit dem ein Hacker auf magische Weise an allen Türen und Toren des Windows-Systems vorbei in den Kern eindringen und den Computer übernehmen kann. Ein Wechsel von Windows 7 auf Windows 10 ist damit absolute Pflicht.

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3. Handysperre ist Pflicht

Die Bequemlichkeit ist der größte Feind der Sicherheit und der größte Freund des Kriminellen. Wer zu faul ist, bei jedem Verlassen der Wohnung alle Fenster zu schließen und die Tür zu verriegeln, lädt Diebe ein. Wer sein Auto mit offenen Türen und steckendem Schlüssel in einer Hauptstraße parkt, ist fahrlässig. Und wer sein Handy ohne Displaysperre nutzt, fällt in die selbe Kategorie. Die Displaysperre wird oft auch Bildschirmsperre oder Sperrbildschirm genannt. Hinter diesen Begriffen versteckt sich eine Einstellung, die am Handy eine Sicherheitssperre aktiviert, welche den Zugriff auf das Handy verhindert. Diese Sicherheitssperre hat verschiedene Schutzstufen.

Die einfachste Stufe, ohne echte Schutzwirkung (mal abgesehen von Kleinkindern), ist das simple Wischen mit dem Finger über den Bildschirm, um Zugriff zu bekommen. Die zweite Stufe ist die Eingabe eines Wischmusters, das jedes Mal gewischt werden muss, bevor man Zugriff auf das Handy bekommt. Wischmuster sind nicht bei iPhones verfügbar und bieten nur eine schwache Schutzwirkung, weil sich das Wischmuster oft durch leicht fettige Finger auf dem Bildschirm abzeichnet und dadurch leicht durch einen Dieb herausgefunden werden kann. Die dritte Stufe ist die Eingabe einer PIN, also eines Zahlencodes. Doch die Eingabe des Zahlencodes nervt viele Nutzer, weil man unzählige Male im Laufe eines Tages ans Handy geht und diese PIN mühselig eintippen muss, bevor man am Handy aktiv werden kann. Daher wurde die vierte Stufe entwickelt, die im Alltag besser anwendbar und auf vielen neuen Handys schon verfügbar ist: Der Fingerabdruckscanner. Durch das Auflagen des eigenen Fingers wird das Handy entsperrt und ein Fremder kann mit seinen Fingern das Gerät nicht bedienen. Die neuste Stufe der Sicherheit ist momentan nur bei teuren Top-Modellen verfügbar, kommt in 2020 und 2021 aber sicherlich bei allen Modellen als Standardtechnik zum Einsatz: Die Gesichtserkennung. Dabei muss nicht mal mehr der Finger aufgelegt werden, das Handy erkennt mittels Kamera und eingebautem 3D-Laser das Gesicht seines Besitzers.

Wir haben eine große Bitte an unsere Leser: Wir wissen aus E-Mails, Telefonaten und vielen Vorträgen in ganz Deutschland, dass ein Großteil aller Handynutzer aus Bequemlichkeit oder Unwissenheit keine sichere Sperre verwendet. Bitte richten Sie an Ihrem Handy mindestens eine PIN-Nummer ein. Schützen Sie Ihr Handy vor fremden Zugriffen. Ein verlorenes Handy, das nicht gesperrt ist, ist die größte Gefährdung im digitalen Zeitalter. Über Jahre hinweg bleibt man in einem solchen Fall Opfer von Betrügereien, Spam-Mails, Trickanrufen und vielen weiteren Unannehmlichkeiten. Die Absicherung des Handys mit einer guten Displaysperre ist das Wichtigste in Sachen Sicherheit, was man in 2020 tun sollte.

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Sperrbildschirm einrichten


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