Wir bei Levato können es nicht fassen und Sie sicher auch nicht: Das Netzwerk der Bundesregierung wurde schon wieder gehackt. Am liebsten würden wir für die Regierung arbeiten und jedem einzelnen Parlamentarier in Berlin eine persönliche Levato-Mitgliedschaft anbieten. Es ist nämlich wirklich fast unglaublich: Erst vor 2 Jahren war ein Cyberangriff mittels Spam-Nachrichten auf den Bundestag erfolgreich, es wurden Daten gestohlen und die Mitglieder des Bundestages wurden sogar vom Bundestagspräsidenten zur erhöhten Passwortsicherheit ermahnt.

Snake Hacker

Als Norbert Lammert damals seine Mahnrede an seine Kollegen richtete, dachten sicher einige an Levato. Seine mahnenden Inhalte sind fast identisch mit unseren Newslettern, wenn doch die Anleitungen von Herrn Lammert wenig verständlich sind und nach Bürokratendeutsch klingen (Rede bei Youtube anschauen). Geholfen hat es offenbar nicht allzu viel. Bereits kurze Zeit später müssen wir zu Beginn des Jahres 2018 erneut in den Medien lesen, dass ein Netzwerk der Bundesregierung erfolgreich angegriffen wurde, mindestens 17 Regierungsrechner sind betroffen. Scheinbar steckt eine russische Hackergruppe namens “Snake” (auf Deutsch: Schlange – daher passenderweise das heutige Foto zum Newsletter) dahinter, die mit Hilfe geschickter und personalisierter Spam-Mails die Attacke durchführte.

Solche personalisierten Spam-Mails werden “Spear-Phishing” genannt, wir haben bereits Anfang 2017 davor gewarnt. Die Warnung vor dieser Form der Spam-Mails intensivieren wir, indem wir das “Spear-Phishing” in unserer heutigen Spam-Warnung behandeln. Das besonders erschreckende beim aktuellen Angriff auf das Regierungsnetz ist, dass eine solche Meldung fast zum Alltag geworden ist. Der mediale Aufschrei hält sich in Grenzen, wirklich besorgt scheint die öffentliche Meinung darüber nicht zu sein. Oder welchen Eindruck haben Sie?

Wer schützt denn dann uns?

Natürlich stellt sich dann die Frage: Wer schützt uns Bürger, wenn sogar die Regierung ständig gehackt wird? Im Grunde genommen ist die Antwort recht simpel, aber auch ein wenig unbefriedigend. Zumindest auf den ersten Blick. Denn die Antwort lautet: Auch wir sind nicht geschützt. Ein hundertprozentiger Schutz vor einem Cyberangriff existiert nicht. Da mögen die Werbeversprechen der Virenscanner und anderer Schutzprogramme noch so vielversprechend formuliert sein, sie werden die Versprechen nicht halten können. Doch Hilflosigkeit ist nicht gezwungenermaßen die Folge, Resignation muss nicht sein! Es gibt ein digitales Allheilmittel, das nicht nur wir von Levato immer wieder, einer Predigt gleich, empfehlen: Digitale Zeitreisen.

Digitale Zeitreise

Wie auch im Science-Fiction-Film ist die Idee folgende: Man wartet eine Katastrophe ab und erst nach dem Ernstfall wird man durch eine Reise in die Vergangenheit aktiv, um das Ereignis zu verhindern. Die Katastrophe in unserem Fall wäre also der Befall des eigenen Computers durch ein Schadprogramm, das den Computer zum Beispiel als Geisel nimmt oder Daten ausspioniert. Die Zeitreise-Maschine wird aktiviert und die Reise in die Vergangenheit wird angetreten, um wieder an den Punkt vor der Katastrophe zu gelangen und um den Ernstfall zu verhindern. Die Zeitreise-Maschine in unserem Fall sind, Sie haben es sicher schon vermutet, die Datensicherungen.

Durch das regelmäßige Sichern der Daten auf einer externen Festplatte können wir im Ernstfall einen Sprung in die Vergangenheit machen und wieder den Zustand herstellen, wie er früher einmal war. Entscheidend ist, dass ein spezielles Programm zum Anlegen der Datensicherung genutzt wird. Denn alleinig durch das manuelle Kopieren wichtiger Ordner auf die externe Festplatte kann das komplette System (inklusive installierter Programme und E-Mails etc.) nicht wiederhergestellt werden. Zudem gilt, je öfter Datensicherungen angelegt werden, desto mehr Auswahlmöglichkeiten für die “Zeitreise in die Vergangenheit” liegen bereit.

Wir helfen unseren Mitgliedern: Hier klicken und Kurs Datensicherung anschauen

Die Argumente gegen eine Zeitreise

Wenn man über das Datensicherungs-Zeitreisen-Szenario nachdenkt, kommt bei vielen Nutzern nach kurzer Zeit ein Gedanke auf, den wir bei Levato oft zu hören bekommen: Wenn ich alles auf meinem wieder auf den Zustand von letzte Woche zurücksetze, habe ich dann damals nicht vielleicht das Schadprogramm in meine Datensicherung “mitgesichert”? Ist das Schadprogramm nicht vielleicht schon in meiner Sicherung vorhanden?

Es gibt zwei wichtige Antworten, welche diese besorgten Gedanken beruhigen und die Gegenargumente entkräften:

1) Ein Schadprogramm ist praktisch nur wenige Tage schädlich. Nach seinem ersten Auftreten wird durch den internationalen Verbund von Virenscannern schnell ein “Gegenmittel” per Update verteilt. Dadurch werden alle Virenscanner automatisch auf den neusten Stand gebracht und erkennen den Schädling fortan. So ist der Virenscanner direkt nach oder während dem Einspielen der Datensicherung sofort mit den Informationen zum Erkennen des Schädlings versorgt und kann das Schadprogramm unschädlich machen.

2) Der zweite Weg ist sogar noch effektiver. Bevor die Datensicherung von der externen Festplatte wieder auf den eigenen Computer eingespielt wird, bevor also die Zeitreise in die Vergangenheit unternommen wird, schließt man die externe Festplatte mit der Datensicherung an einen anderen Computer an. Nun kann der Virenscanner dieses anderen Computers die externe Festplatte mit der Datensicherung scannen und das möglicherweise “mitgesicherte” Schadprogramm unschädlich machen. Denn der Virenscanner des anderen Computer ist ja bereits auf dem neusten Stand und kann den Schädling erkennen.

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In einer Zusammenarbeit zwischen diesem Magazin und Levato verfassen Andreas Dautermann und Kristoffer Braun regelmäßig Beiträge für diesen Blog. Ihre Themen: Computer, Internet und Smartphone. Auf www.levato.de helfen sie älteren Menschen beim Umgang mit neuen Medien und Technologien. Dafür wurden sie bereits mehrfach ausgezeichnet.

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