vignette_nosseck_bockLetztens habe ich in einem Post gefordert, Feuerzeuge für Senioren auf den Markt zu bringen. Denn die Kraft reicht manchmal nicht mehr aus, um die handelsüblichen mit Kindersicherung zu bedineen. Ja, auch die Muskulatur am Daumen kann schwächer werden. Es wäre natürlich ein guter Grund, um mit dme Rauchen aufzuhören. Aber, wer will das mit 80 plus schon? Da hängt man an seinen Gewohnheiten.
Deswegen habe ich jetzt meiner Mutter geraten, auf Zündhölzer umzusteigen. Denn sie hatte sich mit Kerzen beholfen. Doch das erscheint mir eine riskante Methode, Feuer ständig verfügbar zu halten. Daraufhin fragte sie, gibt es denn überhaupt noch Streichhölzer? Ja, es gibt sie noch. Im Supermarkt kosten 10 Schachteln mit je 38 Stück sage und schreibe 29 Cent.
Ich habe spontan an die Figur des Mädchens mit den Zündhölzern aus dem Märchen gedacht. Früher war das ein Job, Streichhölzer zu verkaufen. Reich wurde man damit auch nicht. Aber heute wäre das undenkbar. Schließlich kann man für einen geringen Betrag ein Einwegfeuerzeug erwerben, dass xmal Feuer gibt, bevor es weggeworfen wird.
Mich hat ein bisschen Wehmut ergriffen. Eigentlich ist ein Streichholz doch ein Kulturgut. Man sollte es schützen. Denn es funktioniert zuverlässig, ist alten Menschen recht vertraut und dabei noch umweltfreundlich.
Als Jugendliche habe ich im Urlaub die bunten Streichholzschachteln gesammelt, die es beispielsweise in Griechenland mit folkloristischen Motiven gab. Ich habe Büroklammern und andere kleine Dinge darin verstaut. Inzwischen ist das Streichholz längst nur noch ein Notnagel. Die Zehnerpackung, die wir noch im Haushalt haben, brauchen wir wahrscheinlich in fünf Jahren auf.
Jedenfalls schön, dass es in modernen Zeiten des elektronischen Warennmanagements so etwas Altmodisches noch in den Regalen zu finden ist. Mich würde interessieren, wie hoh die Absatzzahlen sind. Aber das ist wohl schwierig herauszufinden.
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