Die Bedingungen für Menschen, die Pflegeleistungen erhalten, sollen sich verbessern. Das ist Konsens in der Politik. Auf der Seite des Bundesgesundheitsministeriums prangt deswegen der Leitspruch von Minister Hermann Gröhe: „Verbesserungen in der Pflege sind ein Schwerpunkt dieser Bundesregierung. Deshalb werden wir die Leistungen für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen schon zum 1. Januar 2015 deutlich verbessern.“
Bereits zum 1.7. 2014 verändert sich etwas für die Pflegebedürftigen, wenn ich dem Schreiben der Diakonie Erlangen Süd an meine Mutter Glauben schenken darf. Es erhöhen sich zunächst die Trarife für die Leistungen, was Menschen ohne Pflegestufe direkt trifft. Sie müssen schlicht mehr zuzahlen. Das verbessert zumindest die Einnahmesituation des Pflegedienstes.
Außerdem hat der Pflegebedürftige jetzt die Wahl zwischen einer pauschalierten Abrechnung der Leistung und einer nach Zeitaufwand. Und was ist der Unterschied? Die alte pauschalierte Leistungsberechnung ist preiswerter. Die nach Zeitaufwand istum einiges teurer. Ist das wirklich eine Verbesserung?
Ich habe meine Zweifel. Im Netz habe ich zu dem Thema gar nichts gefunden, in der Tagespresse, die ich eifrig lese, bisher auch nichts.
Wäre es nicht der erste Schritt hin zu einer Verbesserung, dass die ganzen komplizierten Regeln mit einfachen Schaubildern und einer verständlichen Sprache dem Bürger nahegebracht werden? Ich plädiere dafür, statt viel Geld dafür auszugeben, dass sich Sozialministerin Andrea Nahles mit Plakatwerbung rühmt, die abschlagsfreie Rente mit 63 durchgesetzt zu haben, eine Werbekampagne zu leichten Verständlichkeit von Pflegeverträgen und Preiserhöhungen. Das wäre sinnvoll investiertes Steuergeld. Und alte Menschen wüssten bei solchen Schreiben zur Tarifumstellung bei den Pflegeleistungen selber,was sie ankreuzen sollten und was nicht.