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Indirektes Licht, das dem Tagesablauf angepasst ist, soll Senioren das Leben erleichtern.

Wenn in einer Wohnung schlechte Lichtverhältnisse herrschen, kann das die Lebensqualität von Senioren erheblich beeinträchtigen. Ist zu wenig Licht da, besteht die Gefahr, dass Bewohner Stolperfallen übersehen und stürzen. Gleichzeitig darf das Licht aber auch nicht blenden und sollte dem persönlichen Tagesverlauf angepasst sein, was Helligkeit, Lichtfarbe und -verteilung angeht. In einer Studie zum EU-Forschungsprojekt „Guiding Light“ wird untersucht , wie genau mit Lichtsystemen die Lebensqualität älterer Menschen verbessert werden kann. Ein Seniorenwohnpark im oberbayerischen Vaterstetten beteiligt sich an dieser Studie und setzt in einigen Zimmern intelligente Beleuchtungskonzepte ein.
Sebastian Rokita, Hausleiter im GSD-Seniorenwohnpark Vaterstetten, freut sich, dass sein Wohnheim für dieses Pilotprojekt ausgewählt wurde. In drei Appartements werden nun die Lampen ausgetauscht und durch intelligente Lichtsysteme ersetzt. Diese Lichtsysteme erhellen die Räume angenehm durch indirektes Licht, das an den individuellen Tagesablauf des jeweiligen Bewohners angepasst wird. Zusätzlich zum indirekten Licht werden Arbeitsleuchten installiert, die eine optimale, blendfreie Ausleuchtung von Arbeitsbereichen ermöglichen, wie zum Beispiel der Küche und Leseecken. Beim nächtlichen Toilettengang wird ein weiches, gedämpftes Licht verwendet, wodurch das Einschlafen hinterher leichter fallen soll.
Damit das Lichtsystem automatisiert an und aus geht, werden Bewegungsmelder installiert. Außerdem werden die Bewohner regelmäßig befragt und in die Gestaltung des Lichtsystems mit einbezogen, damit das System an die Bedürfnisse älterer Menschen angepasst werden kann. Das Lichtsystem soll also extrem nutzerfreundlich sein und von den Bewohnern als Bereicherung wahrgenommen werden. Nach demEnde der Studie dürfen die Bewohner der Appartements ihr „intelligentes“ Licht behalten.
Das Projekt wird im Rahmen des AAL (Ambient Assisted Living) Joint Programme von der EU und nationalen Förderstellen wie dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.