andreas dautermannFacebook ist mit Sicherheit die Medienentwicklung der letzten Jahre, welche die Gesellschaft am stärksten polarisierte und immer noch polarisiert. Über das Pro und Contra der Nutzung soll aber hier nicht eine weitere Debatte entstehen. Es soll vielmehr um die richtige und sichere Nutzung von Facebook gehen, sodass diejenigen, die es nutzen, Einstellungen zu Datenschutz und Privatsphäre verstehen lernen und diese aktivieren.
Im Facebook verbindet man sich mit anderen Nutzern, indem man deren „Freundschaftseinladung“ akzeptiert. Dabei ist diese „Freundschaft“ nicht im selben Sinne wie im wahren Leben zu verstehen. Es bedeutet lediglich, dass man daran interessiert ist, im lockeren Kontakt zu bleiben. Mehr erst einmal nicht.
Man kann im Facebook Fotos oder kleine Texte teilen, Kommentare auf andere Fotos und Texte schreiben oder „Gefällt mir“ anklicken. Das sind die Grundaktivitäten, die man als Facebook-Nutzer tätigt. Und hier wird es nun interessant. Ich kann selbst bestimmen, WER meine geteilten Fotos und Texte sehen kann. Ich kann selbst bestimmen, ob ein Foto für jeden Internetnutzer der ganzen Welt einsehbar ist, ob es nur für „Facebook-Freunde“ zu sehen ist oder ob es nur für drei Personen aus meinem Familienkreis zu sehen ist.
Diese Option ist von entscheidender Bedeutung und man erkennt schnell, dass hierin der Schlüssel zum Datenschutz liegt. Trotzdem bleibt sie leider viel zu häufig ungenutzt. Alle meine Daten, die ich in Facebook einstelle, sollte ich selbstständig und eigenhändig sichern, indem ich den Kreis der Menschen, die diese Daten sehen können, eingrenze. Und das geht sehr schnell und besonders einfach.
Die folgenden Fotos zeigen Ihnen, wie und wo ich die Einstellungen für diesen Datenschutz im Facebook tätige.
Foto 1:
(Ein Klick auf das Foto vergrößert es.)
Wenn Sie ein Text (Status Update), einen Link, ein Bild oder Video teilen, d.h. im Facebook veröffentlichen, dann klicken Sie an der im Foto unten gezeigten Stelle, um zu bestimmen, für wen dies sichtbar sein soll. Hier können Sie zwischen öffentlich (jeder Internetnutzer, auch Nicht-Facebook-Nutzer!), Freunde (alle Facebook-Freunde), nur ich (Niemand kann es sehen) und Benutzerdefiniert wählen. Die letzte Option ist am interessantesten: Sie können einzelne Namen eintragen und damit ausnahmslos diesen Personen erlauben, das Geteilte zu sehen. So haben Sie eine besonders gute Kontrolle über Ihre Daten.

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Foto 2:
(Ein Klick auf das Foto vergrößert es.)
Wie Sie sehen, kann man diese Einstellung sogar im Nachhinein ändern: wenn Sie ein paar Stunden oder Tage später die Sichtbarkeit weiter einschränken wollen, können Sie hier einfach neu wählen, wer Ihren Eintrag oder Ihr Fotos sehen darf. Wenn Sie benutzerdefiniert anklicken, können Sie Ihren Eintrag sogar für komplette „Listen“ freigeben. Eine Liste ist eine vorher festgelegte Gruppe von Facebook-Freunden: Ihre engsten Freunde oder alle Kameraden aus dem Fußballverein. Bei der Option „Benutzerdefniert“ können Sie dann sehr fix eine ganze Gruppe für die Sichtbarkeit des Status Updates auswählen.

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Mehr Infos rund um die richtige Nutzung von Facebook, dem Erstellen von Listen und weiteren Einstellmöglichkeiten zu Datenschutz und Privatssphäre finden Sie auf www.starthilfe50.de und auf der Starthilfe50-DVD zum Thema „Facebook“.
Autor: Andreas Dautermann von www.starthilfe50.de