Vielen Senioren ist ihr Haus zu groß
Einer aktuellen Studie der Gesellschaft für Immobilienverrentung DEGIV zufolge empfinden 42,3 Prozent der Senioren mit Immobilieneigentum ihr Haus oder ihre Wohnung im Ruhestand als zu
Einer aktuellen Studie der Gesellschaft für Immobilienverrentung DEGIV zufolge empfinden 42,3 Prozent der Senioren mit Immobilieneigentum ihr Haus oder ihre Wohnung im Ruhestand als zu
Jeder zweite Bundesbürger lebt im Alter in der selbst genutzten Immobilie. Doch auch Eigentum schützt nicht vor finanziellen Sorgen. Bei rund drei von zehn Immobilieneigentümern über 69 Jahren decken die regelmäßigen Einnahmen gerade so die Kosten für das tägliche Leben. Viele haben neben dem eigenen Zuhause zudem keine weiteren Ersparnisse, sondern zahlen im Gegenteil immer noch ihren Kredit für Haus oder Wohnung ab. Den Kindern ist oft nicht bewusst, in welcher finanziellen Situation sich ihre Eltern im Alter befinden.
Rund zwei Millionen deutsche Immobilienbesitzer über 65 Jahre haben monatlich weniger als 1.000 Euro zur Verfügung. Sie leben damit zwar in ihrem eigenen Heim, aber die Rente und das Ersparte reichen kaum zum Leben. Hinzu kommt: Oft stehen größere Ausgaben an. Das Haus oder die Wohnung ist in die Jahre gekommen, müssen instand gehalten oder altersgerecht umgebaut werden.
Der Apfelbaum im Garten von Anne Sprößer ist klein. Aber er blüht so wunderschön wie ein großer. Jeden Tag nach dem Aufstehen und beim Yoga kann ihn die 77-Jährige sehen, er steht direkt vor ihrem Schlafzimmer. »Ich habe ihn wieder hochgepäppelt«, sagt sie. »Heute ist er eine wahre Freude.« Vor rund zwei Jahren hat sie ihr 300 Quadratmeter großes Haus mitsamt 700 Quadratmeter großem Garten in Nürnberg-Boxdorf verkauft und ist in eine Eigentumswohnung in der Saalfelder Straße in Fürth-Poppenreuth gezogen. Ihr war es wichtig, dass sie auch im neuen Domizil einen kleinen Garten hat: »Ich grabe gerne in der Erde.«