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E-Book-Reader im Vergleich

Reader oder Tablet

Immer mehr Menschen lesen Bücher heute nicht nur auf Papier, sondern digital. Besonders praktisch ist das auf Reisen: Statt mehrere Bücher mitzunehmen, reicht ein kleines Gerät, auf dem hunderte oder sogar tausende Bücher gespeichert werden können. Aber auch in kleinen Wohnungen, in denen der Platz für ein Bücherregal fehlt, sind die platzsparenden digitalen Ausgaben der gedruckten Bücher eine sinnvolle Alternative. Man nennt sie E-Books und die speziellen Geräte zum Lesen heißen E-Book-Reader oder kurz Reader.

In diesem Beitrag widmen wir uns erstmals ausführlich den digitalen Büchern. Wir sprechen darüber, was das Besondere an den E-Book-Readern ist und stellen die bekanntesten Geräte vor. Wir erklären außerdem, wie die Bücher auf das Gerät kommen und warum digitale Bücher fast genauso teuer sind wie gedruckte Bücher. Ein umfangreicher und informativer Beitrag wartet auf Sie! Auch E-Book-Kenner lernen heute sicher etwas Neues hinzu.

Sie selbst sind nicht an E-Book-Readern interessiert, kennen aber Menschen, die ganz wild darauf sind? Dann senden Sie den heutigen Rundbrief gerne weiter, Sie können ganz einfach die E-Mail weiterleiten. Der heutige Beitrag ist für 3 Wochen auch für Nicht-Mitglieder verfügbar.

Was sind E-Books und E-Book-Reader?

Ein E-Book ist ein Buch in digitaler Form. Es wird nicht auf Papier gedruckt, sondern als Datei gespeichert und auf einem elektronischen Gerät gelesen. E-Books kann man lesen auf speziellen Lesegeräten, den E-Book-Readern, per App auf Tablets und Smartphones und am Computern, was vermutlich der unkomfortabelste Weg ist.

Viele Menschen nutzen zum Lesen einen E-Book-Reader, weil diese Geräte speziell für das Lesen entwickelt wurden. Die bekanntesten in Deutschland sind der Kindle und der tolino (tolino wird in der Tat als Markenname immer kleingeschrieben), die wir im Folgenden noch ausführlicher vorstellen. Die Reader haben verschiedene Vorteile, der Wichtigste liegt auf der Hand: Man kann sehr viele Bücher auf einem einzigen Gerät speichern. So spart man auf Reisen viel Gewicht im Gepäck. Neue Bücher lassen sich in der Regel direkt am Gerät über WLAN kaufen und herunterladen. Ebenfalls sehr praktisch: die Schriftgröße und Farbe kann angepasst werden, ein großer Vorteil, wenn kleine Schrift schwer zu lesen ist.

Was unterscheidet E-Book-Reader von Tablets?

E-Book-Reader wie Kindle oder tolino unterscheiden sich deutlich von normalen Tablets wie einem iPad von Apple oder dem Samsung Galaxy Tab mit Android. Der wichtigste Unterschied ist das Display. E-Book-Reader verwenden ein sogenanntes E-Ink-Display. Dieses sieht fast aus wie gedrucktes Papier und ist besonders angenehm für die Augen. Auch bei hellem Sonnenlicht kann man darauf sehr gut lesen. Und es verbraucht unglaublich wenig Strom. Dadurch haben E-Book-Reader eine sehr lange Akkulaufzeit von oft mehreren Wochen, was an diesem besonderen Bildschirm liegt. Denn das Gerät verbraucht eigentlich nur dann Strom, wenn eine neue Seite geladen wird. Danach verbraucht es beim Anzeigen der Seite keine Energie mehr. Ein unschlagbarer Vorteil gegenüber normalen Bildschirmen.

E-Book-Reader haben ein sehr geringes Gewicht, meist nur etwa 150 bis 200 Gramm, und liegen damit beim Lesen angenehmer in der Hand als herkömmliche Tablets. Außerdem gibt es weniger Ablenkung, weil die Geräte hauptsächlich zum Lesen gedacht sind: Keine E-Mails, keine WhatsApp-Nachrichten, keine anderen Funktionen, die zwischendurch den Lesefluss stoppen. Im Gegensatz zu Tablets gibt es normalerweise keinen App-Store und keine vielen zusätzlichen Programme. Funktionen wie Wörterbuch, Notizen oder Lesezeichen sind direkt im Gerät eingebaut. Dieses Fehlen von Funktionen macht einen E-Book-Reader auch für die jüngere Generation als Geschenk interessant: Einem 10-jährigen sollte man wohl noch kein eigenes Tablet mit all den Internetfunktionen schenken, ein E-Book-Reader hingegen ist sehr viel jugendsicherer. Eine Anregung zum Bücherlesen, weg von der bildgewaltigen süchtig machenden Welt der Social-Media-Apps.

Kindle und tolino im direkten Vergleich

Die zwei bekanntesten Systeme für E-Books in Deutschland sind Kindle und tolino. Der Kindle gehört zum Unternehmen Amazon. Der große Vorteil des Kindle ist die extrem einfache Bedienung und Nutzung. Der Amazon-Shop ist direkt im Gerät integriert und viele Menschen besitzen ohnehin bereits ein Amazon-Konto. Bücher können daher sehr einfach gekauft und sofort heruntergeladen werden. Es gibt eine riesige Auswahl an Büchern und die E-Books erscheinen automatisch auf dem Gerät. Was für die einen ein Vorteil ist, kann für andere ein Nachteil sein: Bücher für Kindle werden normalerweise nur über Amazon gekauft. Wer das nicht möchte, kann den Kindle nicht sinnvoll nutzen.

Die Marke tolino ist ein Zusammenschluss mehrerer deutscher Buchhändler, zum Beispiel: Thalia, Hugendubel und Osiander. Der tolino nutzt das offene EPUB-Format, das im Buchhandel üblich ist. Dadurch ist das System etwas flexibler. Der Vorteil von tolino: die Bücher können bei verschiedenen Händlern gekauft werden, nicht nur Online, sondern sogar im Geschäft. Sie unterstützen damit den klassischen Buchhandel. Zusätzlich können bei tolino die Bücher auch direkt auf dem Reader gekauft werden.

Die Preise für E-Book-Reader sind vergleichsweise moderat. Einsteigermodelle kosten etwa 110 bis 120 Euro, bessere Modelle etwa 150 bis 200 Euro oder etwas mehr. Beide Anbieter haben verschiedene Modelle im Angebot. Diese unterscheiden sich vor allem nach Bildschirmgröße, Beleuchtung des Displays und Speicherplatz. Schauen Sie sich dazu auch unseren neuen Film an:

 

E-Books kaufen

Bei beiden Geräten kann man Bücher direkt auf dem Reader kaufen. Dazu verbindet man das Gerät mit dem WLAN und öffnet den integrierten Shop. Hier gibt es ein eigenes Kundenkonto. Nach dem Kauf wird das Buch sofort heruntergeladen und erscheint in der Bibliothek des Geräts. Alternativ kann man Bücher auch am Computer oder per App am Smartphone und Tablet kaufen. Sobald der Reader mit dem Internet verbunden ist, werden die Bücher automatisch übertragen.

E-Books aus der Bücherei ausleihen

Ein besonderer Vorteil des tolino ist die Unterstützung der digitalen Bibliotheksausleihe. Viele Stadtbibliotheken bieten heute die sogenannte „Onleihe“ an. Über diese Plattform können Mitglieder der Bibliothek E-Books sogar ausleihen. Das Buch wird dabei für eine bestimmte Zeit ausgeliehen, zum Beispiel für zwei oder drei Wochen. Danach verschwindet es automatisch wieder vom Gerät. Man muss sich also nicht selbst um die Rückgabe kümmern.

Leseflatrates für E-Books

Neben dem Einzelkauf gibt es auch eine Art „Bücher-Flatrate“. Beim Kindle gibt es das Angebot „Kindle Unlimited“. Hier zahlt man eine monatliche Gebühr und kann viele Bücher lesen. Man erhält für diese monatliche Gebühr Zugriff auf einen großen Fundus, der viele abertausende Bücher enthält. Das ist eine günstige Option für echte Leseratten. Für tolino-Geräte gibt es einen ähnlichen Dienst namens „Skoobe“. Bei den Leseflatrates steht allerdings nur ein Teil aller verfügbaren Bücher zur Verfügung. Die Auswahl ist deutlich kleiner als beim normalen Kauf. Das gilt sowohl für Kindle als auch für tolino. Wichtig: Die Bücher gehen bei diesen Bücher-Flatrates nicht in den eigenen Besitz über. Man kann sie nur lesen, solange das Abo läuft. Das ist vergleichbar mit einer Automiete.

E-Books lesen auf Tablet und Smartphone

Auch die größeren teureren Tablets und Smartphones können E-Books anzeigen. Auch für diese Geräte haben Kindle und tolino entsprechende Apps. Alle Bücher, die Sie auf einem Kindle oder tolino besitzen und lesen, können parallel auch auf dem Smartphone und Tablet gelesen werden, es wird sogar der aktuelle Lesefortschritt synchronisiert. Das bedeutet: Man kann auf dem Reader anfangen zu lesen, später auf dem Tablet weiterlesen und zwischendurch beispielsweise auf dem Smartphone ein paar Kapitel schmökern. Die App merkt sich dabei automatisch die zuletzt gelesene Seite. Apple und Google haben aber auch eigene Reader-Apps und bieten ebenfalls eBooks an. Bei Apple gibt es dafür die App „Apple Books“. Auf Android-Geräten kann man Bücher über „Google Play Books“ von Google nutzen. Für gelegentliches Lesen sind solche Apps praktisch. Wer jedoch viel liest, nutzt besser einen speziellen E-Book-Reader, weil das Display angenehmer für die Augen ist und der Akku deutlich länger hält.

Warum sind E-Books kaum billiger?

Viele Menschen wundern sich darüber, dass E-Books oft nur wenig günstiger sind als gedruckte Bücher. Schließlich entfallen Papier, Druck und Versand. Der wichtigste Grund ist: Der größte Teil der Kosten entsteht nicht beim Drucken, sondern bei der Erstellung des Buches. Dazu gehören zum Beispiel das Honorar für Autorinnen und Autoren, Lektorat und Korrektur, Gestaltung des Covers, Marketing und Vertrieb. Diese Kosten fallen bei gedruckten Büchern und E-Books nahezu gleich an. Außerdem müssen auch E-Books technisch aufbereitet werden, damit sie auf verschiedenen Geräten funktionieren. Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Buchpreisbindungsgesetz in Deutschland. Der Verlag legt einen festen Verkaufspreis fest, und dieser gilt bei allen Händlern. Ein E-Book kostet deshalb normalerweise bei allen Anbietern gleich viel, egal ob man es bei Amazon, Thalia oder einem anderen Händler kauft.

Weitere Informationen für Mitglieder

Im Mitgliederbereich finden Sie zahlreiche weitere ausführliche Informationen zum Thema Tablets, die mit den passenden Apps ebenfalls als E-Book-Reader genutzt werden können. Obendrein stellen wir den Lesemodus vor, mit dem man lange Texte auf Webseiten so umwandeln kann, dass sie aussehen wie auf einem Reader. Wir haben die wichtigsten Beiträge für Sie hier zusammengefasst:

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