Bei der Pflege zuhause kommt es auf einen guten Kontakt zueinander an. Foto: Michael B. Rehders

Viele Pflegebedürftige benötigen eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung in Form einer Vollzeitkraft, die im Haus lebt und auch alltägliche Aufgaben übernimmt. In Zeiten des Pflegemangels ist es jedoch schwer, diese zu finden. Markus Küffel, examinierter Krankenpfleger, diplomierter Gesundheitswissenschaftler und Geschäftsführer der Pflege zu Hause Küffel GmbH, weiß, worauf es bei 24-Stunden-Pflegekräften ankommt.

Seriöse Anbieter finden Oftmals läuft die Suche nach einer geeigneten Betreuungsperson mithilfe einer Vermittlungsagentur. Sicherheit über die Seriosität eines Unternehmens verschaffen sich Interessierte, wenn sie einen genaueren Blick auf das Beschäftigungsverhältnis und den Vermittler werfen. Dabei helfen zum Beispiel unabhängige Testberichte wie die der Stiftung Warentest. Stammen die Kräfte aus Osteuropa – was häufig der Fall ist – steht die sogenannte Entsendebescheinigung A1 unverkennbar für eine seriöse Beschäftigung. Dieses Dokument belegt die Zahlung von Sozialabgaben im Heimatland.

„Erhalten Angehörige auf Nachfrage keine Bescheinigung, rate ich, einen anderen Anbieter in Betracht zu ziehen, da dies auf mögliche Schwarzarbeit hinweist. Auch zu geringe Preise sind mit Vorsicht zu genießen, da gute Pflege ihren Preis hat“, warnt Markus Küffel. Zuverlässige Vermittler sorgen außerdem für eine Einhaltung der maximalen Beschäftigungsdauer von 48 Stunden pro Woche – auch wenn die Betreuerin bei der 24-Stunden-Pflege mit dem Pflegebedürftigen zusammenlebt. Bei diesem Modell wird die Einhaltung der Pausenzeiten sowie der Nachtruhe gesetzlich geregelt. Wem das zeitlich nicht genügt, der kann zusätzlich weitere Leistungen aus der Pflegeversicherung, wie beispielsweise Tagespflege oder Betreuungsdienstleistungen, in Anspruch nehmen.

Es existieren verschiedene Portale für die Vermittlung von Pflegekräften. Pflege zuhause ist eines davon. Im Vorfeld sollten Familien sich im Klaren darüber sein, welcher Pflegeaufwand tatsächlich besteht, ab wann und wie lange die Betreuung andauern soll und welche Sprachkenntnisse die Betreuungskraft aufweisen sollte. Anhand dieser Informationen sollte sich gemeinsam mit dem Vermittler eine passende Betreuerin finden lassen.