Den demografischen Wandel untersucht ein Graduiertenkolleg jetzt genauer. Foto: epd/Jens Schulze

Ein Graduiertenkolleg (GRK), das sich mit demografischen Wandel beschäftigt, hat den Zuschlag der Deutschen Forschungsgemeinschaft erhalten und wird für viereinhalb Jahre mit 3,3 Millionen Euro gefördert. Das Forschungsprogramm für Doktoranden trägt den Titel „Die Dynamiken von Demographie, demokratischen Prozessen und Public Policies (DYNAMICS)“.

„Wir wollen systematisch erforschen, wie demographische Veränderungen demokratische Prozesse beeinflussen, wie politische Entscheidungen zur Bewältigung der demographischen Herausforderungen getroffen werden und wie Public Policies die Familiendynamik, die Pflege im Alter, den Renteneintritt und die Integration von Migrantinnen und Migranten beeinflussen“, sagt die Sprecherin des Graduiertenkollegs, Heike Klüver, Professorin für Politisches Verhalten im Vergleich am Institut für Sozialwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin (HU).

Ab Herbst 2019 werden sich insgesamt 35 Doktorandinnen und Doktoranden dem vielschichtigen Thema widmen. „DYNAMICS beinhaltet ein international wettbewerbsfähiges Curriculum, das Studierende mit neuesten Methoden und Theorien vertraut macht. Zentral ist der interdisziplinäre Ansatz, der unsere Doktorandinnen und Doktoranden in die Lage versetzt, innovative Forschung zu den für die politische Praxis hochrelevanten Fragestellungen im Zusammenhang mit dem demografischen Wandel zu betreiben“, unterstreicht Michaela Kreyenfeld, Soziologieprofessorin und Direktorin des Doktorandenprogramms der Hertie School, die beim GRK mit der HU zusammenarbeitet.