Foto: epd

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Das Lernen der Älteren gewinnt in unserer digitalen Arbeitswelt und in Zeiten des Fachkräftemangels zunehmend an Bedeutung. Wie Menschen ab 50 erfolgreich lernen, hat das Fraunhofer-Institut IAO jetzt im Auftrag der BBBank Stiftung und am Beispiel von über 1000 Mitarbeitern der Stuttgarter Verwaltung untersucht.

Die Ergebnisse lassen sich in zwei Kernaussagen zusammenfassen:
1. Ältere Lernende bevorzugen unterschiedliche Lernsettings. Die Studie beschreibt sechs Lernsettings, mit welchen die sehr heterogene Gruppe von älteren Verwaltungsmitarbeitenden bevorzugt lernt. Frauen zum Beispiel lernen lieber austauschorientiert, Männer hingegen lieber selbstorganisiert.
2. Die Regeln zur Optimierung der Lernangebote sind für alle gleich. Trotz unterschiedlicher Lernsettings nennt die Studie übergreifende Erfolgsfaktoren. So sollte Lernen selbstorganisierter erfolgen und kommunikativ-austauschorientierte Elemente integrieren. Unbedingt gilt es, die Selbstwirksamkeit der Älteren zu stärken, indem sie beispielsweise immer wissen, was wozu und wie zu lernen ist, sie also den Gesamtzusammenhang und ihren Lernfortschritt kennen.
»Gezielte kleine Änderungen in den Lernangeboten können große Wirkung erzielen« resümiert Gabriele Korge, Projektleiterin der Studie am Fraunhofer IAO.
Für die Zukunft sieht das Fraunhofer IAO weiteren Forschungsbedarf, beispielsweise zum erfolgreichen Lernen der jüngeren Verwaltungsmitarbeitenden oder zum Lernen anderer Berufsgruppen, beispielsweise aus dem Handel.
Die vollständige Studie steht ab sofort kostenlos unter www.bbbank-stiftung.de zum Download als PDF zur Verfügung