Es klingt logisch, ist aber nach neuen medizinischen Erkenntnissen genau der falsche Weg: Menschen, die an einer chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) leiden, meiden körperliche Anstrengung, weil sie dadurch schnell in Atemnot geraten. „Das führt dazu, dass sie sich weniger belasten und an Muskelkraft und Kondition verlieren“, warnt Prof. Heinrich Worth, Chefarzt für Herz- und Lungenerkrankungen am Klinikum Fürth. Ein Teufelskreis: Je mehr sich die Betroffenen schonen, desto geringer wird ihre Leistungsfähigkeit.

Joggen im Schnee: Kann das für Lungenkranke richtig sein? Foto: epd

Joggen im Schnee: Kann das für Lungenkranke richtig sein? Foto: epd

Genau die umgekehrte Verhaltensweise ist deshalb Studien zufolge erfolgversprechend. Moderate körperliche Aktivität verbessert die Lebensqualität von COPD-Patienten. Prof. Worth rät beispielsweise zur Teilnahme an Lungensportgruppen. Der Aufbau und Ablauf einer Übungseinheit folgt dort meistens einem bestimmten Schema, dazu gehören Ausdauer- und Krafttraining sowie Koordinations- und Dehnübungen. Die Übungsleiter achten darauf, dass die Teilnehmer sich nicht übernehmen und die Aufgaben ihrem Potenzial angepasst sind. Die Gruppenzugehörigkeit fördert außerdem die Motivation, regelmäßig aktiv zu werden.