Sport

Wer im Alter weiterhin aktiv ist, muss mit weniger Einschränkungen rechnen. Foto:epd

Die Knochen schmerzen, die Gelenke wollen auch nicht mehr wie früher und jeder Schritt ist anstrengend. Da meidet man jede Form von Bewegung. Doch körperliche Aktivitäten sind wichtig für die Gesundheit und sollten nicht gescheut werden. Auch sollte jede Tätigkeit realitisch eingeschätzt werden, denn anderen Personen kann man was vormachen, dem eigenen Körper aber nicht.
Viele ältere Menschen schätzen ihre Beweglichkeit besser ein, als sie tatsächlich ist. „Die meisten gleichen ihre Defizite etwa durch Hilfsmittel aus und gaukeln sich so vor, alles gut zu schaffen“, sagt Dr. Dirk Simoneit, Chefarzt der Geriatrie im Capio-Krankenhaus Land Hadeln. „Wer sich mit Einschränkungen zufrieden gebe, riskiert, seine Selbständigkeit zu verlieren“.
Deshalb rät Simoneit, man solle seine Hilfsmittel kritisch hinterfragen: Brauche ich meinen Duschhocker Monate nach der Hüftoperation noch, macht die Greifhilfe noch Sinn? Manchmal ist es auch sinnvoll, Kompromisse zu suchen, wenn eine lange gewohnte Belastung doch nicht mehr möglich ist. Zum Beispiel beim Weg in die vierte Etage noch die Hälfte per Treppe bewältigen und erst dann in den Lift steigen. Und möglichst zweimal pro Woche richtig ins Schwitzen kommen, bei einem Bewegungsangebot, das einem auch Spaß macht.