Junge und Alte – beide können der Pflege und dem Gesundheitswesen viel geben. Foto: epd

Nicht etwa als Gepflegte, sondern als Pfleger könnten Senioren Heime durch ihre Arbeit bereichern – wie das geht, findet gerade die Westfälische Hochschule in einem Modellprojekt heraus.
In nahezu allen europäischen Ländern fehlen Arbeitskräfte im Gesundheitswesen und in der Pflege. Die Beschäftigung von aktiven Senioren und Menschen mit leichten Behinderungen könnte gegen diesen Facharbeitermangel helfen. Voraussetzung dafür sei, dass die Älteren und Gehandikapten durch Mentoren angeleitet werden und die Arbeitgeber ihren Wert schätzten – Stichwort Diversity. So sieht es zumindest das Institut Arbeit und Technik an der westfälischen Hochschule.
Die Ausbildung solcher Mentoren und spezieller Diversity-Berater steht im Zentrum ihres europäisch eingebettenten Projekts. Am Ende soll ein Mentoring Programm stehen, das übertragbare Richtlinien und Handbücher für Diversity Berater und Mentoren liefert. Zudem ist ein Katalog von Maßnahmen zur Gestaltung von angemessenen Arbeitsplätzen für Senioren und Menschen mit Behinderungen geplant.