Eine Mischung zwischen Rollstuhl und Büromöbel ist diese Neuentwickling. Foto: Mile Cindric

Viele Menschen sitzen den ganzen Tag im Rollstuhl, weil sie sich kaum noch bewegen können. Gerade in Pflegeheimen wird dieses Hilfsmittel häufig verwendet. Die Bewohner rollen damit an den Esstisch und sitzen dann meistens relativ tief im Verhältnis zur Tischplatte. Aus Sicherheitsgründen wird dazu die Feststellbremse fixiert. Das ist Helmut Fendler, Gründer der Pflegefirma »Gesundheitsmanager« und erprobter Krankenpfleger, schon lange ein Dorn im Auge gewesen. Deswegen hat er sich vor gut drei Jahren mit dem Bürostuhl-Hersteller Friedrich-Wilhelm Dauphin aus dem Landkreis Nürnberger Land zusammengetan, um eine komfortablere Sitzgelegenheit zu entwickeln. Diese Kooperation erwies sich als fruchtbar, das Ergebnis kann sich sehen lassen. Entstanden ist ein Stuhl mit dem Chic eines Büromöbels und dem Komfort eines Pflegehilfsmittels. »Actisit« heißt die Innovation, die durch eine einfach zu bedienende Höhenverstellung auch Trippelschritte ermöglicht. Viele Hochbetagte versuchen sich auf diese Weise doch noch fortzubewegen. Diese Konstruktion unterstützt die Bewegung. Die Rückenlehne und die Sitzfläche sind so konstruiert, dass sie die Muskulatur entlasten und einem Dekubitus vorbeugen.
Das Team des Gesundheitsmanagers mit Sitz in Schwaig setzt diese Entwicklung bei Pflegefällen ein, erläutert Geschäftsführer Milton Reichert. Nun hoffen die Produzenten des Stuhls mit Sitz- und Aufstehhilfe, leicht verschiebbaren Armlehnen und allerlei weiteren Funktionen, dass mehr Menschen mit Mobilitätseinschränkungen dieses Möbel ausprobieren.
Informationen bei der Firma Dauphin Human Design in Offenhausen (Telefon: 09158/17700) und bei der Firma -Gesundheitsmanager in Schwaig.
Foto: Mile Cindric