Senioren sielen im Seniorenzentrum Köln-Riehl verschiedene Computerspiele an PCs und Spielekonsolen wie der Xbox, der Wii und der Playstation. Foto: epd

Senioren sielen im Seniorenzentrum Köln-Riehl verschiedene Computerspiele an PCs und Spielekonsolen wie der Xbox, der Wii und der Playstation. Foto: epd

Zwei von fünf Bundesbürgern ab 14 Jahren spielen Computer- oder Videospiele, und darunter sind immer mehr Ältere. Das hat eine repräsentative Umfrage zur Verbreitung und Nutzung von Games in Deutschland im Auftrag des Digitalverbands Bitkom ergeben.

Inzwischen ist Gaming längst kein reines Jugendphänomen mehr: In der Altersgruppe zwischen 30 und 49 Jahren ist mehr als jeder zweite Deutsche (55 Prozent) ein Gamer. Unter den 50- bis 64-Jährigen sind es 25 Prozent und in der Generation 65-Plus spielen immerhin 11 Prozent Computer- oder Videospiele.

Nach den Ergebnissen der Umfrage nimmt das Interesse der Nichtspieler an Gaming zu. Mehr als jeder vierte Bundesbürger (26 Prozent), der bisher keine Video- und Computerspiele spielt, kann sich das in Zukunft vorstellen. Vor zwei Jahren war es noch jeder Sechste (17 Prozent). Gaming ist bei Männern und Frauen mittlerweile gleich beliebt. Zum ersten Mal ist der Anteil an männlichen (43 Prozent) und weiblichen (42 Prozent) Gamern etwa gleich hoch.

Unter den Game-Genres sind Gelegenheitsspiele mit 56 Prozent am gefragtesten. „Casual Games zeichnen sich durch kurzweilige, unkomplizierte Unterhaltung aus und werden gerne unterwegs gespielt“, sagte Bitkom-Chefvolkswirt Dr. Axel Pols. Jeweils die Hälfte der befragten Gamer spielt Strategie- und Denkspiele (50 Prozent) sowie Actionspiele (50 Prozent), zu denen auch die so genannten Egoshooter gehören. 48 Prozent nutzen Social Games, die in der Regel mit sozialen Netzwerken verknüpft sind. Etwas weniger (46 Prozent) spielen Renn- und Sportspiele. Mit 38 Prozent zählen Jump’n’Runs ebenfalls zu den am häufigsten gespielten Game-Genres. Dabei muss eine vom Gamer gesteuerte Spielfigur Hindernisse überspringen, um ihr Ziel zu erreichen.

Als Gaming-Plattformen dienen häufig Mobilgeräte. Die beliebteste Plattform ist das Smartphone, auf dem acht von zehn Gamern (78 Prozent) spielen. Vor zwei Jahren spielten erst 44 Prozent der Gamer mit Smartphone oder Handy. Etwa sieben von zehn Gamern (67 Prozent) nutzen einen Laptop und vier von zehn (39 Prozent) einen Tablet Computer. Jeder Dritte spielt mit einer mobilen Spielkonsole (33 Prozent). Stationäre Geräte bleiben trotzdem beliebt: Gut zwei Drittel der Gamer (69 Prozent) spielt auf dem stationären PC und etwa zwei Fünftel (43 Prozent) auf einer stationären Spielkonsole.

Bereits etwa jeder achte Gamer (12 Prozent) nutzt synchronisiertes Gaming, also die Option, dasselbe Spiel auf mehreren Endgeräten zu spielen. Das entspricht rund 4 Millionen Menschen. „Ein Nutzer kann ein Game beispielsweise zu Hause auf dem PC oder Laptop beginnen und unterwegs mit dem Smartphone oder Tablet Computer fortführen“, so Pols.