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Was ist eigentlich eine „Chargecard“?

Sich ein teures Auto, einen großen Smart-TV oder einen Hightech-Kühlschrank zu kaufen, verlangt heute kein jahrelanges Dauersparen mehr. Wer nicht das passende Kleingeld hat, nimmt eben einen Kredit auf. Die sogenannte „Charge"-Kreditkarte stellt eine gute Variante dar, wenn viele kleine Einkäufe gemacht werden, die den Dispo-Rahmen nur ausreizen würden.

Mit der Chargecard wird das Konto nur einmal belastet. Bild: Reckmann, pixelio.de
Mit der Chargecard wird das Konto nur einmal belastet. Bild: Reckmann, pixelio.de

Sich ein teures Auto, einen großen Smart-TV oder einen Hightech-Kühlschrank zu kaufen, verlangt heute kein jahrelanges Dauersparen mehr. Wer nicht das passende Kleingeld hat, nimmt eben einen Kredit auf. Die sogenannte „Charge“-Kreditkarte stellt eine gute Variante dar, wenn viele kleine Einkäufe gemacht werden, die den Dispo-Rahmen nur ausreizen würden.
Viele Anbieter locken ihre Kunden mit Null-Zinsen-Finanzierungen und sehr niedrigen Monatsraten an. Im ersten Moment scheinen die Kredite günstig. Das sind sie aber nur, wenn man den richtigen Kredit auswählt. Dass der Kreditzins bei den Null-Zinsen fast immer bereits im Preis enthalten ist, wissen die meisten Verbraucher. Doch welche Kredit-Variante sich wie auf das eigene Konto auswirkt, wissen nur die wenigsten.
Eine gängige und meist schnelle Zahlmethode ist der Dispokredit. Dieser lohnt sich aber nur, wenn man einen kleinen Engpass hat und den Betrag mit dem nächsten Geldeingang ausgleichen kann. Dispokredite sind aber mit Zinssätzen von durchschnittlich 10,97 Prozent sehr teuer. Wer die Kreditkarte zückt, zahlt meist weniger, wenn er eine sogenannte „Charge“-Kreditkarte benutzt. Doch was genau ist eine „Chargecard“? Auf den ersten Blick sieht sie wie eine gewöhnliche Bankkarte aus und man bezahlt mit ihr genauso wie mit einer normalen Bankkarte. Bei einer Chargecard handelt es sich aber um eine Kreditkarte, die eine besondere Funktion hat.
Wer sich bei seiner Bank eine Kreditkarte einrichten lässt, hat meist die Wahl zwischen einer sogenannten „Debit-Card“ und einer Chargecard. Die „Debit“-Kreditkarte funktioniert wie eine normale EC-Karte, das Konto wird sofort mit dem Kaufbetrag belastet. Bei der „Charge“-Kreditkarte verhält es sich anders: Hier werden die einzelnen Beträge gesammelt und erst nach einem Monat gesammelt vom Konto abgehalten. Somit wird das Konto nicht ständig belastet und es fallen keine Zinsgebühren an. Zudem bekommt der Kunde per Post oder wahlweise per E-Mail die einzelnen Transaktionen aufgelistet. Er weiß also, mit welchem Betrag er am Ende des Monats rechnen muss. Wenn er die vollständige Summe zum Abbuchungszeitpunkt auf seinem Konto liegen hat, muss er auch mit keinen weiteren Kosten rechnen. Ist am Ende des Monats aber noch ein Restbetrag vorhanden, verhält es sich wie beim Dispo und er zahlt drauf.
Bei größeren Summen zwischen 5.000 Euro und 20.000 Euro ist die Chargecard nicht lohnenswert, da man den Betrag selten in einem Monat begleichen kann. Da lohnt sich eher ein Ratenkredit. Mit einer Laufzeit zwischen einem und sechs Jahren wählt man seine Monatsraten flexibel aus und fährt damit immer noch günstiger als mit einem Dispokredit. So liegt der Zinssatz zum Beispiel bei einer Laufzeit von 36 Monaten bei durchschnittlich 5,92 Prozent.

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