Ziel der Studie war es, Ansatzpunkte zu finden, die Bewegungsangebote in Senioreneinrichtungen insbesondere im Außenbereich zu fördern. In vielen Einrichtungen, so die Studie, gebe es positive Bewegungsansätze, die sich durch eine hohe Kreativität insbesondere im Innenbereich auszeichnen. Optimierungsbedarf besteht dagegen im Segment „Bewegungsangebote an der frischen Luft“. Immerhin haben 98,2 Prozent der befragten Einrichtungen einen Außenbereich, der jedoch häufig viel zu wenig genutzt wird. Hier besteht Handlungspotenzial, denn Bewegung unter freiem Himmel stärkt die Vitalität und erhöht die Lebensqualität.
Ergebnisse im Auszug
Grundsätzlich positiv zu bewerten ist, dass es in allen Einrichtungen Bewegungsangebote gibt. Im Innenbereich kann durchschnittlich zwischen 6 und 10 unterschiedlichen Aktivitäten gewählt werden. Die sechs häufigsten Angebote sind Gymnastik, Gesellschaftsspiele, Sturzprävention, Handwerken, Sitztanz und Ballspiele. Mit 26,5 Prozent der befragten Einrichtungen sind Fitnessgeräte im Innenbereich erstaunlich gut vertreten.
Fast alle Einrichtungen bieten Bewegungsangebote im Freien an. Zu den fünf häufigsten Angeboten zählen Spazierengehen, Ballspielen, Gartenarbeit, Handwerken und Ausflüge. 8,8 Prozent der befragten Einrichtungen verfügen sogar über Fitnessgeräte im Freien – dieser neue Trend steht bei den Befragten an sechster Stelle. Outdoor-fitness Geräte werden durchschnittlich von Gruppen mit etwa drei Teilnehmern ein bis zwei Mal pro Woche für ca. 20 Minuten benutzt. Der Personalaufwand ist mit durchschnittlich einer Person gering. Die Durchführung der Bewegungsangebote wird hauptsächlich von Pflegekräften mit Zusatzausbildung und internen Sport- und Bewegungsfachkräften übernommen. 76,7 Prozent der befragten Einrichtungen unterstützen Mitarbeiter, die sich fortbilden möchten.
Die zu erwartenden Ergebnisse konnten größtenteils bestätigt werden. So ist Bewegung und Aktivierung überall vertreten. Einen Großteil der Bewegungsangebote stellen die Angebote im Haus dar. Angebote außer Haus sind seltener, da sie stark wetterabhängig und meistens mit mehr Aufwand verbunden sind. Wie erwartet, sind Aktivierungsangebote, welche einfach, mit geringem Personalaufwand und kostengünstig umsetzbar sind, häufiger vertreten.
Zu den wichtigsten und wünschenswertesten Zielen der Bewegungsarbeit zählen die bessere Mobilität und der Erhalt bzw. die Verbesserung der Alltagskompetenzen. Durch eine Evaluation wird die Zielerreichung überprüft. Eine Zielerreichung kann nicht immer erfüllt werden, weshalb es ein Anliegen der Senioreneinrichtungen sein sollte, ihre Bewegungsangebote dahingehend zu optimieren. Hierfür eignen sich die hauseigenen Außenanlagen, die für die Bewohner motivierend und bewegungsfördernd gestaltet werden können, damit sie sich in einem vertrauten Umfeld sicher und ohne großen Personalaufwand frei bewegen können.
Initiatoren der Studie, die über redaktion@iftra.de auch komplett erhältlich ist, waren das Privatinstitut für Transparenz im Gesundheitswesen GmbH und die playfit GmbH (Hersteller für outdoor-fitness Geräte). Weitere Informationen: www.deutsches-seniorenportal.de