Immer mehr Ältere, auch Frauen, arbeiten nach dem 60. Geburtstag noch. Bild: epd

Obwohl aufgrund des Geburtenrückgangs die Zahl der 15- bis 64-Jährigen in der Bevölkerung um 1,2 Millionen gesunken ist, gibt es heute 1,9 Millionen Erwerbstätige und Arbeitsuchende mehr als vor zwanzig Jahren. Gleichzeitig gab es deutliche Verschiebungen in der Altersstruktur: 58 Prozent aller Erwerbstätigen und Arbeitsuchenden sind inzwischen älter als 40, während ihr Anteil 1991 erst bei 44 Prozent lag.
Neben der Tatsache, dass mehr Frauen erwerbstätig sind, hätten auch die Verbesserungen im Gesundheitszustand der Älteren sowie die veränderten politischen Rahmenbedingungen bei der Frühverrentung und den Vorruhestandsregelungen zu dem Anstieg der Erwerbsbeteiligung bei den Älteren geführt, so das IAB.
Ob und für wen diese Entwicklung aber überhaupt begrüßenswert ist, kommentiert unser Blogbeitrag http://tinyurl.com/8n765ez.
Die Forscher des IAB betrachten es als Erfolg, dass durch die Verschiebungen die demografische Problematik mehr als ausgeglichen wurde. Langfristig könne aber auch ein weiterer Anstieg der Erwerbsquoten der Frauen und der Älteren den demografischen Wandel nicht mehr kompensieren, so die Studie. Die Zahl der sogenannten Erwerbspersonen, also die Summe aus Erwerbstätigen und Arbeitsuchenden, werde auf jeden Fall sinken. Bei realistischen Annahmen zur Entwicklung der Erwerbsbeteiligung und zur Zuwanderung werde der Rückgang bis 2025 gut drei Millionen und bis 2050 sogar rund zehn Millionen betragen, erklärt das IAB.
Die IAB-Studie steht im Internet unter http://tinyurl.com/bozhl5h.

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