Auch wenn die Werbung deutsch ist, kann sie geschmacklos sein, wie die Schaufensterauslage zeigt. Foto: epd

Der Werbespruch der Drogeriemarkt-Kette Schlecker – “For you, vor Ort” – ist ein Aufreger in der Werbeszene, weil ihn nicht alle Menschen verstehen. Warum die Schlecker-Werber nicht die deutsche Variante “Für Sie, vor Ort” genommen haben, ist klar. Der wurde von der Deutschen Telekom genutzt. Auf ihr Sprach-Mischmasch vom Verein des Vereins Deutsche Sprache angesprochen, gaben sie eine pikante Begründung: Sie hätten ihn verwendet, weil sie so die Leute, die sie ansprechen wollen, eher Menschen der Unterschicht und nicht unbedingt gut Gebildete am besten erreichen. Das saß natürlich, weil das Unternehmen seine Kundinnen so doch irgendwie wohl für doof erklärte. Darüber hinaus hat sich aber eine heftige Diskussion im Netz Pro und Contro Denglisch entwickelt. Die Internet-Plattfomr MEEDIA sprach mit dem Werbeexperten Bernd Samland und zeigt die skurrilsten Missverständnisse. Samland ist Geschäftsführer der Kölner Agentur Endmark, die auf die Entwicklung von Markennamen und -Claims spezialisiert ist. Das Unternehmen gibt seit 2003 die Endmark Claim Studie heraus, in der es Verbraucher befragt, wie diese englische Werbesprüche verstehen. In der aktuellen Ausgabe untersuchten die Kölner zehn Slogans und die Übersetzungsmissverständnisse: Beispiel gefällig
“Broadcast yourself” (You Tube) “Mache Deinen Brotkasten” RICHTIG: Sende was über dich oder informiere über dich!
– “Live unbotted” (Jeansmarke Levis) “Lebendig angenknöpft” oder “Lebe bodenlos” RICHTIG: sei unkompliziert oder nicht zugeknöpft!