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Warum man oft mehr schwitzt als normal

Es ist nicht heiß und man rennt nicht herum. Warum schwitzt man dann trotzdem so stark? Meistens schwitzt man aufgrund der hohen Temperaturen, aber das Schwitzen kann auch andere Ursachen haben. Hier sind fünf Gründe, warum man vielleicht mehr schwitzt als sonst, und was man dagegen tun kann.

Foto: un-perfext auf Pixabay

Schwitzen nach scharfem Essen

Eine scharfe Mahlzeit kann einen zum Schwitzen bringen. Capsaicin, eine Verbindung, die in scharfen Paprikaschoten enthalten ist, kann die Kerntemperatur des Körpers vorübergehend erhöhen und dafür sorgen, dass sich der Mund feurig anfühlt. Und wenn die Temperatur steigt, versucht der Körper, ihn durch Schwitzen wieder abzukühlen.

Abhilfe: Die einzige Möglichkeit, das Schwitzen nach scharfem Essen zu unterbinden, besteht darin, sie zu meiden. Wer aber nicht auf die Schärfe verzichten will, dem kann ein starkes Antitranspirant helfen, das Schwitzen beim Essen zu minimieren. Dieser Ratgeber zeigt, welche Antitranspirante für welche Körperteile am besten sind und mit welchen Hausmitteln man Schwitzen selbst bekämpfen kann.

Angst

Wer unter Angst leidet und sich nervös oder gestresst fühlt, bei dem wird im Körper die Kampf-oder-Flucht-Reaktion ausgelöst. Schweißdrüsen laufen dann auf Hochtouren. Auch die Herzfrequenz schießt in die Höhe, weshalb man ein pochendes Gefühl in der Brust bekommt.

Abhilfe: Eine Möglichkeit zur Beruhigung der Reaktion ist die Übung der tiefen Atmung. Die einfache Übung des vollständigen und langsamen Ein- und Ausatmens kann eine nahezu sofortige Entspannungsreaktion auslösen. Sie trägt dazu bei, die rasenden Gedanken zu unterdrücken, die Herzfrequenz zu stabilisieren und das Schwitzen zu stoppen.

Menopause

Die hormonelle Umstellung, die mit dieser großen Lebensveränderung einhergeht, kann eine Reihe von unerwünschten Auswirkungen haben. Wenn Frauen sich den Wechseljahren nähern, sinkt die körpereigene Produktion des Hormons Östrogen. Dies führt häufig zu Hitzewallungen – plötzlichen Wärmegefühlen in Brust, Nacken und Gesicht, begleitet von starkem Schwitzen.

Abhilfe: Änderungen des Lebensstils und natürliche Heilmittel gegen Hitzewallungen können helfen, sich wohler zu fühlen. Man kann auch beispielsweise atmungsaktive Kleidung tragen oder die Temperatur im Schlafzimmer in der Nacht absenken.

Sich nach dem Workout nicht richtig abkühlen

Schwitzen gehört zum Sport dazu, denn die Muskeln erwärmen sich und die Körpertemperatur steigt. Unser Körper ist so konzipiert, dass er Schweiß produziert, um sich abzukühlen und eine Überhitzung während des Trainings zu vermeiden. Dieses Schwitzen kann auch nach dem Training noch eine Zeit lang anhalten, vor allem, wenn man abrupt aufhört, wenn die Muskeln noch sehr warm sind.

Abhilfe: Am Ende des Trainings sollte man sich ein paar Minuten Zeit nehmen, um sich zu entspannen. Indem man dem Körper die Möglichkeit gibt, von der Aktivität in die Ruhephase überzugehen, regt man die Muskeln dazu an, sich allmählich abzukühlen und den Schweiß nach dem Training zu reduzieren.

Hyperhidrose

Übermäßiges Schwitzen, das nicht auf Hitze, körperliche Anstrengung oder eine andere medizinische Ursache zurückzuführen ist, ist oft ein Zeichen für Hyperhidrose. Hierbei schwitzt der Körper mehr als nötig. Menschen mit Hyperhidrose neigen dazu, am stärksten an den Handflächen, Füßen, Achseln oder am Kopf zu schwitzen. Manchmal kann das starke Schwitzen häufige Hautinfektionen, wie beispielsweise Fußpilz, auslösen.

Abhilfe: Die Anwendung eines verschreibungspflichtigen Antitranspirants vor dem Schlafengehen und das Vermeiden von Auslösern (wie Koffein, scharf gewürzte Speisen oder Alkohol) können helfen, den Schweiß unter Kontrolle zu halten. Medikamente wie verschreibungspflichtige Cremes, nervenblockierende Medikamente und sogar Botox-Injektionen können ebenfalls hilfreich sein.

Wann man einen Arzt aufsuchen sollte

Änderungen des Lebensstils und die Verwendung eines starken Antitranspirants reichen oft aus, um übermäßiges Schwitzen in den Griff zu bekommen. Ein Anruf beim Arzt ist allerdings gerechtfertigt, wenn:

  • die Maßnahmen zu Hause nicht greifen
  • das Schwitzen das tägliche Leben beeinträchtigt
  • man vermutet, dass das Schwitzen durch ein zugrunde liegendes medizinisches Problem verursacht wird.

Gemeinsam mit dem Arzt kann man herausfinden, was hinter dem Schwitzen steckt, und auf der Grundlage der Symptome über den besten Behandlungsplan entscheiden.

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