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Happy End nach Schiffsfond-Investition

Wer in Schiffsfonds investiert hat, kann wie im Beispielfall sein Geld zurück erhalten. Foto: epd
Wer in Schiffsfonds investiert hat, kann wie im Beispielfall sein Geld zurück erhalten. Foto: epd
Als Brigitte W. (damals 67 Jahre) im Jahr 2007 exakt 15.000 Euro über die Postbank Finanzberatung AG in ihre Altersvorsorge investiert, ahnt sie nicht, dass die Sorgen um das Geld sie bald nicht mehr schlafen lassen werden. Doch gerade rechtzeitig sieht sie einen Fernsehbeitrag, wird auf den Fachanwalt Helge Petersen aufmerksam und kann mit der Unterstützung seiner Kanzlei das gesamte Geld zurückholen.
Bereits seit vielen Jahren kennt Brigitte W. ihre Finanzberaterin bei der Postbank. Schon so manchen Vertrag hat sie hier unterschrieben und so zögert sie nicht lange, als diese ihr ein „absolut sicheres“ Geschäft anbietet. 15.000 Euro hat Brigitte W. zur Verfügung. Diese sollen sicher für ihre Altersvorsorge angelegt werden, schließlich weiß man nie, was die Zukunft so bringt, vor allem nicht mit acht Enkeln und neun Ur-Enkeln. Im Vertrauen auf ihre Beraterin und die Postbank beteiligt sie sich beim König & Cie. Produktentanker-Fonds II und damit am Bau und beim Betreiben der beiden Tankerschiffe MT King Edward und MT King Eric.
Der Schiffsfonds Produktentanker-Fonds II wurde im Jahr 2007 mit einem Volumen von 80,4 Millionen Euro aufgelegt. Davon brachten Anleger circa 35,7 Millionen Euro als Eigenkapital ein, der Rest wurde von der Bank finanziert. Sobald die erforderliche Summe eingesammelt war, wurde der Fonds geschlossen, eine Auflösung war für das Jahr 2026 vorgesehen. Was auch bedeutete: Brigitte W. hätte erst mit 86 Jahren ihren Geldeinsatz plus Gewinn zurückerhalten.
Doch bereits nach einiger Zeit begann Brigitte W. zu merken, dass etwas im Argen lag. Denn gemäß Prospekt hätten die Anleger insgesamt mehrere Millionen Euro an Ausschüttungen erhalten müssen, überwiesen wurde nur ein Bruchteil. Doch die Beraterin beruhigte sie, sie solle das Geld liegen lassen – etwas anderes ist bei geschlossenen Fonds auch nicht möglich –, das würde sich wieder geben. Wenn Brigitte W. sich von den Anteilen trennen wolle: Sie, die Beraterin, würde sie jederzeit gerne nehmen. Im Spätsommer 2013 jedoch wurden die Befürchtungen Brigitte W.s bestätigt: In der Sendung „Stern TV“ sah sie einen Bericht über finanzielle Schwierigkeiten des Produktentanker-Fonds II von König & Cie. und der beiden Schiffe MT King Edward und MT King Eric. Studiogast bei Steffen Halaschka war Fachanwalt Helge Petersen.
Für Brigitte W. war das der entscheidende Moment. Dank ihrer Rechtsschutzversicherung fühlte sie sich in der Lage, zusammen mit der Rechtsanwaltskanzlei Helge Petersen & Collegen ihr Geld zurückzuholen. Dann ging alles ganz schnell: Sie nahm Kontakt zur Kanzlei auf, erhielt einen Beratungstermin und informierte Rechtsanwalt Jan Reimer über ihre Situation. Schnell stand fest, dass Brigitte W. nicht über die überaus hohe Vertriebsprovision von 15 Prozent aufgeklärt worden war und daher eine Berechtigung für Schadensersatz vorlag.
Im Juni 2014 fand die Verhandlung vor dem Landgericht in Hannover statt. Am 23. Juli 2014 erging dann das rechtskräftige Urteil gegen die Postbank Finanzberatung AG: Brigitte W. erhielt ihre vollen 15.000 Euro ohne Abzüge zurück – und kann seitdem wieder ruhig schlafen.

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