Nicht nur eine adäquate Wohnung, sondern auch ein geeignetes Wohnumfeld tragen gerade im Alter erheblich dazu bei, sich in seiner neuen Umgebung wohl zu fühlen. Denn was nutzt die beste Wohnung, wenn es in der Nähe kein fußläufig erreichbares Lebensmittelgeschäft gibt oder die nächste Bushaltestelle einen Kilometer entfernt ist? Eine Checkliste des Verkehrsclubs Deutschland (VCD), der BAGSO und des Deutschen Mieterbundes (DMB) zeigt älteren Menschen, auf welche Punkte sie bei der Bewertung des Wohnumfeldes achten sollten.
Mobilität ist ein Grundbedürfnis und der Wohnstandort Dreh- und Angelpunkt der Mobilität von Menschen: Zu Hause beginnen und enden die meisten Alltagswege. Die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel hat deshalb bei der Wahl des Wohnstandortes eine hohe Bedeutung. Auch die gute Erreichbarkeit alltäglicher Ziele zu Fuß oder mit dem Fahrrad ist ein wichtiges Kriterium.
Wer seine Alltagswege gut selbstständig bewältigen kann, auch ohne auf das eigene Auto angewiesen zu sein, bleibt länger aktiv, mobil und schont die Umwelt. Sehen Sie sich deshalb bei jeder Wohnungsbesichtigung auch die Umgebung an – am besten mehrmals und nach Möglichkeit zu verschiedenen Tageszeiten. Fragen Sie bei der Stadt nach, ob diese für Neubürger/-innen ein Willkommens-Paket anbietet, das z. B. Fußgänger- und Fahrradstadtpläne, Fahrpläne und das Streckennetz des örtlichen Verkehrsunternehmens, Infoflyer zur örtlichen Radstation und zum Nahversorgungsangebot beinhaltet.
Bedenken Sie zudem, dass bei den zukünftigen Wohnkosten auch die Fahrtkosten mit einberechnet werden sollten und dass bei Autofahrten die Wegkosten beachtlich hoch ausfallen. Wer zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit Bus und Bahn unterwegs ist, spart Geld, erhöht die eigene Fitness und Selbstständigkeit und schont das Klima. Die Checkliste zeigt Ihnen, auf welche Punkte Sie bei der Bewertung des Wohnumfeldes achten sollten, denn ein Wohnort- oder Wohnungswechsel erfordert auch eine Neuorganisation der Alltagswege.
Hier findet sie sich zum Download.