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Es lohnt auch im Alter, mit dem Rauchen aufzuhören

Rauchen ist schädlich – das weiß jeder, und das ist eigentlich auch schon immer bekannt gewesen. Schaut man sich Bilder im Familienalbum von früher an, dann sieht man verdutzt: Da haben wir ja fast alle geraucht, gequalmt, von morgens bis nachts. Das ist schon lange her, und mancher fragt sich, warum er damals überhaupt angefangen hat.

Auch im hohen Alter kann es der Gesundheit nützen, wenn man mit dem Rauchen aufhört. Foto: epd
Auch im hohen Alter kann es der Gesundheit nützen, wenn man mit dem Rauchen aufhört. Foto: epd

Rauchen ist schädlich – das weiß jeder, und das ist eigentlich auch schon immer bekannt gewesen. Schaut man sich Bilder im Familienalbum von früher an, dann sieht man verdutzt: Da haben wir ja fast alle geraucht, gequalmt, von morgens bis nachts.
Das ist schon lange her, und mancher fragt sich, warum er damals überhaupt angefangen hat. Für viele war es die Lust, etwas Neues zu probieren. Man raucht, weil es die anderen auch tun, weil man sich erwachsen fühlen will, cool sein möchte – es gibt viele Gründe, mit denen die Raucher ihre ersten Versuche begründen. Das ist meist der Anfang einer Gewohnheit, die längerfristig in eine Abhängigkeit mündet. Rauchen wird unbewusst mit bestimmten Gefühlslagen, Stimmungen und Situationen verknüpft. Treten diese auf, wird fast automatisch zur Zigarette gegriffen.
Die Zigarettenwerbung verstand es (heute ist sie ja weitgehend verboten) Rauchen in raffinierter Weise mit Freiheit, Genuss und all den Lebensfreuden zu verbinden, nach denen sich die Menschen in ihrer gestressten Monotonie des Alltags sehnen. »Wer wird denn gleich in die Luft gehen? Greife lieber zur HB!« Der Werbespruch aus den 60-er Jahren klingt gerade noch der älteren Generation im Ohr, und wer hat da nicht automatisch das HB-Männchen vor Augen?
Noch vor einigen Jahren war man der Meinung, bis zu sieben Zigaretten pro Tag seien unschädlich. Das stimmt aber nicht. Heute weiß man: Jede gerauchte Zigarette schädigt den Körper. Das bestätigte jetzt das Heidelberger Krebsforschungsinstitut. Wer jenseits der 60 noch raucht, ist äußerst gefährdet. Allein in Deutschland sterben jährlich 110 000 Menschen infolge des Tabakkonsums, warnt Prof. Otmar D. Wiestler.
Krebs ist die bedrohlichste Erkrankung, die den Rauchern droht. Tabakkonsum kann eine Krebserkrankung an 17 verschiedenen Stellen des Körpers auslösen. Häufig leiden Raucher auch an Herz- und Kreislauferkrankungen oder chronischer (dauerhafter) Bronchitis. Auch Osteoporose (Knochenschwund) wird durch das Rauchen beschleunigt. Herzinfarkte vor dem 40. Lebensjahr treten ausschließlich bei Rauchern auf. Und 99 Prozent der Patienten mit Durchblutungsstörungen in den Beinen sind Raucher.
145 Milliarden Zigaretten gehen pro Jahr in Deutschland in Rauch auf. Viele Raucher konsumieren täglich über 20 oder sogar 40 Zigaretten. Die Wahrscheinlichkeit, Krankheiten zu bekommen, steigt weiterhin auch mit der Zahl der Jahre, in denen geraucht wurde.
Es gibt also eine Menge Argumente, mit dem Rauchen aufzuhören. Es lohnt sich, auch noch mit 60, 65 sogar mit 75 Jahren.
Tina Staehr

Eine Antwort

  1. Hey Ihr,
    ich habe leider auch jahrelang stark geraucht und musste irgendwann, aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten, auf sehr preiswerte Filter und Tabak umsteigen. Irgendwann habe ich mich fast nur noch durchgeschnorrt und kam mir selbst so schäbig vor…
    Mein Opa(!) war der Grund, das ich umgestiegen bin. Er hat sich E-Zigaretten gekauft und mich dann sozusagen „eingeladen“ mit zu machen… Witzigerweise bin ich jetzt selbst in der Branche tätig als Kundenberaterin und spreche mit Leuten über das Rauchen und kenne bereits viele leiden der Leute.
    Sie sind wirklich um einiges besser und der Entzug ist damit wesentlich leichter als den kalten Entzug. Vielleicht hilft ja dem ein oder anderen ja die Info mit den E-Zigaretten.
    Freundliche Grüße,
    eure Lilly

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